Entschädigung für Abriss
Winznauer Oktoberfest soll «ein Fest für die ganze Bevölkerung» werden

Erstmals wird in Winznau ein Oktoberfest durchgeführt. OK-Präsident Andreas Meier will die Bevölkerung damit für den Abriss des Restaurant Tannenbaum entschädigen.

Beat Wyttenbach
Drucken
Teilen
OK-Präsident Andreas Meier präsentiert das Festgelände für das Oktoberfest.

OK-Präsident Andreas Meier präsentiert das Festgelände für das Oktoberfest.

Beat Wyttenbach

Letztes Jahr ging ein Aufschrei durch die Winznauer Bevölkerung, als bekannt wurde, dass der Niedergösger Transportunternehmer Andreas Meier, der neue Eigentümer des Restaurants Tannenbaum, selbiges abreissen wollte. Er erklärte damals unter anderem, dass sich niemand habe finden lassen, der bereit gewesen wäre, den Restaurationsbetrieb weiterzuführen und dass ein Abriss günstiger zu stehen käme als ein Umbau. Das Gebäude beherbergte zuletzt im Sommer 2013 eine Ausstellung des Vereins Malima aus Wangen, bevor es dann im Dezember abgerissen wurde. Seither nutzt Meier das Areal als Parkplatz für seine Lastwagen und Mulden.

Erstmaliger Anlass

Der Winznauer Aufschrei blieb nicht ungehört; Meier will der Bevölkerung etwas zurückgeben. Aus diesem Grund hat er erstmals zusammen mit einem OK ein Oktoberfest auf die Beine gestellt, das am kommenden Freitag und Samstag, 10. und 11. Oktober, auf dem Gelände des vormaligen Restaurants Tannenbaum über die Bühne gehen soll.

Dem OK gehören an: Andreas Meier (Präsident), Eduard Vogt (Vizepräsident), David Bobst (Finanzen), Roger Brunner (Festbetrieb), Guido Eggnauer (Werbung und Druck), Stephan Flückiger (Abendkasse und Eintrittssystem), Yanick Krüttli (Verkehr und Sicherheit), Manuel Meier (Verkehr und Sicherheit), Anja Meier (Marketing und Sponsoring), Janick Hintermann (Bauverantwortlicher), Natalie Schafroth (Marketing und Sponsoring) sowie Marlise Vogt (Sekretariat).

Die Highlights

Am Freitag, 10. Oktober, erfolgt die Türöffnung um 17.30 Uhr mit Eröffnung des Catering-Services. Nach der Begrüssung erfolgt der Bieranstich durch Giuseppe Sammartano um 19.30 Uhr. Die Zellberg Buam haben ihre Auftritte um 19.40 und um 21.30 Uhr, ChueLee spielen um 22.40 und um 23.35 Uhr auf. Die musikalische Einlage von Jan Meier erfolgt um 21.20 Uhr. Der Festbetrieb schliesst um 0.30 Uhr, der Barbetrieb um 1.30 Uhr. – Am Samstag, 11. Oktober, erfolgt die Türöffnung mit Catering-Service bereits um 17.15 Uhr. Um 18.30 Uhr ist ein Apéro mit den Behördenmitgliedern und Hauptsponsoren vorgesehen. Die Festbesucher werden um 19.30 Uhr begrüsst. Die Grubentaler haben ihre Auftritte um 19.45 und um 22.40 Uhr. Dazwischen, um 21.30 Uhr, zeigt Antonia aus Tirol ihr Können, und um 22.30 Uhr darf sich Jan Meier erneut beweisen. Der Festbetrieb schliesst wiederum um 0.30 Uhr und der Barbetrieb um 1.30 Uhr. (bw)

Es handle sich um keinen kommerziellen Anlass, sondern «wir wollen der Bevölkerung etwas bieten, was sie noch nie gesehen hat», so Meier. Vom Montag an müssen die Lastwagen und Mulden nämlich vorübergehend umziehen, und auf dem Gelände wird ein 40 Meter langes und 25 Meter breites Festzelt aufgestellt, das 800 Gästen Platz bieten soll. Ein Küchenzelt, ein Backstage-Zelt für die Bands und ein Barzelt kommen hinzu. «Vom Montag an stehen zwölf Mann für die Vorbereitungsarbeiten im Einsatz», erklärt der Transportunternehmer.

Es wird einiges geboten

Und den Gästen wird etwas geboten: Am Freitag erfolgt der Bieranstich durch den CEO des Oltner Tagblatts, Giuseppe Sammartano und somit der offizielle Beginn des Oktoberfestes. Zwei Bands werden an jenem Abend ihren Auftritt haben, nämlich die Zellberg Buam, die Volksmusik aus dem Zillertal vortragen werden sowie «ChueLee», bestehend aus Christian Duss und Urs Lötscher. Sie gehören über die Jahre hinweg zu den festen Grössen der Mundart-Musikszene. Ihr eigener Sound, ein Mix von Rock, Pop, Mundart und volkstümlichen Elementen machen «ChueLee» unverwechselbar und einzigartig. Eine musikalische Einlage des Nachwuchsmusikers Jan Meier ergänzt das musikalische Programm.

Am Samstag dann erfolgen die Auftritte zweier weiterer Bands: Zum einen sind dies die Grubertaler. Florian, Michael und Reinhard Klingenschmid, drei junge Vollblutmusiker aus dem idyllischen Tiroler Volderberg, kann man ohne Übertreibung zu den gegenwärtig erfolgreichsten Acts der Volksmusikszene zählen. Zum anderen ist dies Antonia aus Tirol. Geboren in Linz unter dem bürgerlichen Namen Sandra Stumptner, stand sie mit 14 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater erstmals auf der Bühne. Bekannt wurde sie aber erst, als sie zusammen mit DJ Ötzi den Hit «Anton aus Tirol» coverte. Im Anschluss an diesen Erfolg startete sie als Antonia feat. Sandra S. ihre Solokarriere. Auch am Samstag erhält Jan Meier Gelegenheit, sein Können zu zeigen.

Zweiter Anlass soll folgen

Doch das soll es noch nicht gewesen sein. «Dem Organisationskomitee gehören zwei Generationen an», hält Meier fest. Für 2016 ist ein weiterer Anlass dieser Art geplant. Er will dann das OK nochmals präsidieren und dann die Verantwortung der nachfolgenden Generation übertragen. «Wir haben die Infrastruktur, das Sekretariat, das Gelände und die Möglichkeiten, um der Bevölkerung einen solchen Anlass bieten zu können», bekräftigt der OK-Präsident.

Und er unterstreicht, dass die Organisation eines solchen Events mit viel Arbeit verbunden ist. Diese reicht von der Anheuerung der Bands über die Beschaffung der Tontechnik-Anlage - übrigens dieselbe wie beim FeelGood-Festival - bis hin zur Kreierung der VIP-Namensschilder. A propos Tontechnik-Anlage: Dies ist sehr teuer, aber es dürfte schwierig werden, sie zu entwenden, wie Meier betont, denn das Zelt wird von Mittwoch bis Sonntag rund um die Uhr bewacht. Übrigens: Es sind alle Sitzplätze ausverkauft, und an der Abendkasse sind lediglich noch wenige Stehplätze erhältlich.

Aktuelle Nachrichten