Dorffest
Winznauer Oktoberfest: Bodenständig und heimatverbunden

Am Wochenende ging das erste Oktoberfest der Dorfgeschichte in Winznau über die Bühne. OK-Präsident Andreas Meier konnte eine durchwegs positive Bilanz ziehen. Die zweite Auflage findet in zwei Jahren statt.

Beat Wyttenbach
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Winznauer Oktoberfest
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Fesches Maderl mit vielen Masskrügen – die Parallelen zum Münchner Oktoberfest sind unverkennbar, auch dank der Tischdekoration mit bayrischen Rauten.
Andreas Meier, Giuseppe Sammartano, Werner Moll (hinter dem Fass) und OK-Mitglied Roger Brunner eröffnen den Anlass offiziell.
Gabi Garbin und Robert Areza (Küttigen).
Philippe Baumgartner und Severine Obrecht (Oberbuchsiten).
Martina Sulser (Wangen) und Moreno Casciano (Däniken).
Mike Wullschleger und Nina Bucher (Stüsslingen).

Winznauer Oktoberfest

Bruno Kissling

Die Vorgeschichte ist bekannt: Andreas Meier, Bauunternehmer aus Niedergösgen, kaufte das Areal des ehemaligen Restaurant Tannenbaum und liess das Gebäude im Dezember vergangenen Jahres niederreissen, nachdem eine Weiternutzung als Gaststättenbetrieb scheiterte. «‹Jetzt dreht der Meier durch›, sagten alle. Aber ich wusste, was ich machte und dass es das Richtige ist», bekräftigte der Unternehmer am Freitagabend anlässlich der Begrüssung der Gäste des ersten Winznauer Oktoberfestes, das Giuseppe Sammartano, CEO des Oltner Tagblattes, mit dem Anstich – fünf Schläge brauchte er übrigens – offiziell eröffnete.

Gäste liessen es sich gutgehen

Er sei stolz, der OK-Präsident dieses Anlasses zu sein, bekräftigte Meier. «Es ist super, dieses Ereignis heute Abend mit Euch zu erleben». Er betonte, dass ohne die zahlreichen Sponsoren die Durchführung dieses Anlasses gar nicht möglich gewesen wäre. Und Werner Moll, Regional Sales Manager von Feldschlösschen, bekräftigte beim Anstich: «Bier ist eine Lebensphilosophie». In diesem Sinne liessen es sich die Besucherinnen und Besucher –- 800 fasst das Festzelt, und beide Anlässe am Freitag und Samstag waren restlos ausverkauft – gutgehen.

Der Anlass, der ursprünglich für die Winznauerinnen und Winznauer gedacht war, lockte Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung an. Jaja, Winznauer wurden auch gesichtet, aber sie waren in der Minderzahl, was die Befragung der Besucherinnen und Besucher ergab, die an diesem Anlass erschienen. «Wir freuen uns auf die gute Stimmung», gaben Martina Sulser (26, Wangen) und Moreno Casciano (35, Däniken) etwa zu Protokoll. Die Musik interessierte Philippe Baumgartner (25) und Severine Obrecht (26, beide Oberbuchsiten) besonders. Die gute Gesellschaft und schlicht Spass standen für Gabi Garbin (43) und Robert Areza (50, beide Küttigen) im Vordergrund. Und das Bier sowie die gute Stimmung hatten Mike Wullschleger (26) und Nina Bucher (21, beide Stüsslingen) angelockt.

Zweite Auflage 2016

Auffallend war: Sie alle waren in traditioneller bayrischer Tracht angereist. Fesches Dirndl die Damen, krachende Lederhosen die feschen Mannsbilder. Da konnte man es sich bei einem «haiben Hendl» mit Fritten oder traditioneller «Weisswurst mit Bretzln» gut gehen lassen, wobei die obligate «Mass» nicht fehlen durfte. Auch die Musik, die an den beiden Tagen geboten wurde, vereinigte Begriffe in sich, die die Menschen von heute zu suchen scheinen: Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit.

Übrigens: Andreas Meier wies bei der Eröffnung auch darauf hin, dass Mitglieder des Samaritervereins Niedergösgen bereitstünden, wenn dem einen oder anderen bei einer Mass zuviel unwohl werden sollte. Meier konnte gestern Sonntag bei seiner Bilanz aber Entwarnung geben: «Die Samariter kamen lediglich bei zwei, drei kleineren Blessuren zum Einsatz. Sonst hatten sie nichts zu tun». Und er konnte eine ausgesprochen positive Bilanz ziehen: «Es lief fantastisch, die Stimmung war gewaltig. Ich glaube, in Winznau hat man so etwas nie zuvor gesehen». Besonders «Antonia aus Tirol», ein «Weltstar», so Meiers Einschätzung, habe die Gäste am Samstag von den Bänken zu reissen vermocht. «Das war phänomenal, ich hätte nie gedacht, dass die Leute so mitgehen», lobte Meier. Übrigens: Die Polizei musste auch nicht einschreiten, ausser gestern, als sich jemand im Zuge der Abräumarbeiten gestört fühlte. Gute Voraussetzungen also für die zweite Auflage in zwei Jahren, wenn es wieder heisst: «Die Krüge hoch!»

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