Sechs Kids versuchten sich heute Donnerstagnachmittag im Rahmen des Ferienpasses Lostorf-Stüsslingen-Rohr im «event-one» an der Bachstrasse in Lostorf im Mixen von E-Musik. «Ich habe ihnen erklärt, wie das Mixen von Musik geht; wichtig dabei ist das aufeinander Abstimmen der Taktarten. Sie können alle Sorten von Musik ausprobieren und mischen. Am Schluss des Kurses sollten sie in der Lage sein, zwei Lieder bezüglich Geschwindigkeit aufeinander abzustimmen und nahtlos ineinander übergehen zu lassen», erklärt Kursleiter Patrik Hasenfratz. – Gleichzeitig sind acht Kinder im Lostorfer Gemeindepavillon damit beschäftigt, unter der Leitung von Cornelia Schnyder aus Schafwolle und Schmierseife Filzzwerge herzustellen. Dabei muss die Wolle mit Filznadeln so fixiert werden, dass das sogenannte Nassfilzen dann problemlos über die Bühne gehen kann.

Mit den Jägern unterwegs

Bereits am Dienstag meldeten sich 27 wald- und tierbegeisterte Kinder bei den Jagdgesellschaften Lostorf-Wartenfels und Gugen an, das Wetter spielte mit. Die aufgeweckten Kids, Buben und Mädchen, wurden um 5 Uhr von ihren Eltern den Jägern anvertraut. Gruppenweise gings ab in die Jagdreviere. Die meisten der kleinen Naturfreundinnen und -freunde wussten bereits vom vergangenen Jahr her, dass bald einmal «absolute Stille oder nur noch Flüstern» angesagt war, was natürlich immer mal ein Kichern auslöste. Selbstverständlich beherrschte Neugier und Spannung diese fröhliche Gesellschaft.

Nach dem Aufstieg zu den verschiedenen Hochsitzen oder Kanzeln hiess es nun warten. Jedoch schon bald einmal wagten sich die ersten Rehböcke, Rehgeissen und Rehkitze aus ihren geschützten Einständen oder Unterschlüpfen von den Waldrändern ins Freie. Das Äsen, wie in der Jägersprache das Naschen der einzelnen Gräser und Pflanzen genannt wird, begann. In alle Revierteile kam Bewegung, und die einheimische Tierwelt zeigte sich wieder einmal von ihrer besten Seite. Was die ganze Exkursion unterstrich: Es wechselten in dieser Zeit in verschiedenen Revierteilen Duzende von Rotten von Wildschweinen ihren Standort und zeigten den Kindern auf: «Wir sind auch noch da». Was dieses Schwarzwild für Schäden in der Landwirtschaft hinterlässt, das steht auf einem anderen Stern.

So gegen 7.30 Uhr ging es dann zurück zu einem Forsthaus zum wohlverdienten «Znüni». Einmal mehr strahlten die glänzenden und beeindruckten Kinderaugen mit den «vollgestopften» kleinen Mäulern grosse Zufriedenheit aus. Es war wieder einmal ein Supermorgen in den beiden Jagdrevieren Lostorf-Wartenfels und Gugen. Um den natur-, tier- und waldbegeisterten Anwohnerinnen und Anwohnern entgegenzukommen, tief ins Innere des Waldes zu schauen und diesen zu erleben, wie er ist, dazu bietet die kommende Herbstjagd für Interessierte die beste Gelegenheit.

Kurse doppelt führen

Dies sind nur drei Beispiele des diesjährigen Ferienpasses, den die Gemeinden Lostorf, Stüsslingen und Rohr dieses Jahr wieder durchführen. Insgesamt nehmen 313 Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse teil. Es werden 75 verschiedene Kurse angeboten, mit den doppelt geführten ergibt sich ein Total von 100 Kursen, wie Sabrina Tüscher Würsten vom elfköpfigen OK mitteilt. Dies ergibt ein Total an gebuchten Kursen von 1673, was einem Durchschnitt von fünf Kursen pro Kind entspricht. Dem OK gehören an: Andrea Aregger, Nicole Baumann, Petra Kaser, Delia Medico, Michaela Schmied, Nadia Schneider, Rahel Schnydrig, Janine Schwendinger, Mirjam Stucki, Claudia Tscharland Kogler und eben Sabrina Tüscher Würsten.

«Wir haben auch in diesem Jahr wieder diverse neue Kurse im Angebot», erzählt Tüscher. Zum Beispiel den Scooter-Kurs, Gummitwist, Pétanque, den Märchenweg auf dem Bauernhof, Originelles aus PET-Flaschen, Steckenpferd basteln, Blick hinter die Steckdose, Entdecke die Kiesgrube, Shamballa-Armbänder knüpfen, Zirkus, Landart, Basteligeel, Golf macht Spass, Besuch der Sternwarte Schafmatt und Bild malen.

Darunter sind einige regelrechte Renner zu verzeichnen. Laut Tüscher sind dies «wie immer die diversen Bastelkurse wie Zwerge filzen, Zirkus, Shamballa-Armbänder knüpfen, Originelles aus PET-Flaschen, Cupcakes backen, der Besuch bei der Kantonspolizei in Oensingen, der Besuch der Sternwarte Schafmatt, Entdecke die Kiesgrube, Schlafen im Stroh, Märchenweg auf dem Bauernhof und alle Kurse mit Tieren».

Acht Zusatzkurse

Die Verantwortlichen haben in diesem Jahr acht Zusatzkurse organisiert, darunter Faszination Pferd, Originelles aus PET-Flaschen, Shamballa-Armbänder knüpfen, Bild malen, Märchenweg auf dem Bauernhof, Cupcakes dekorieren und der Besuch auf der Sternwarte). Fünf Kurse mussten abgesagt werden, da zu wenig Anmeldungen vorliegen. Folgende Kurse stehen in diesem Jahr nicht im Angebot: Abenteuertag, Bewegung Tanz, Colorito, Dorfmuseum, Fischen, KIK (Basteln in der Kirche), Rettungsschwimmen, Mosaik auf Flusssteinen, Nähatelier, Strassenkreiden herstellen, Töpfern, Speckstein schleifen sowie Werken mit Holz. «Die Kursanbieter jener Kurse bieten zum Teil andere Kurse an. Und manche Kurse bieten wir nur alle zwei Jahre an», lässt Tüscher wissen.

Finanziert wird das Ganze mit den Elternbeiträgen und Sponsoringbeiträgen der Gemeinden, vieler Firmen und auch der Pro Juventute. «Zudem bieten einige der vielen Kursanbieter ihre Kurse kostenlos an und unterstützen und so», erklärt Tüscher. Der diesjährige Ferienpass geht morgen Samstag zu Ende mit dem traditionellen Besuch bei der Ortsfeuerwehr sowie dem «Huskyträumli», wo man alles Wissenswerte über Huskies und Schlittenhunderennen erfahren sowie die Hunde auch knuddeln kann.