Naturpark Thal

Wie wäre es mit einer Herbstwanderung durch den Solothurner Wald?

Vom Chellenköpfli zum Passwang. (4. Februar 2015)

Vom Chellenköpfli zum Passwang. (4. Februar 2015)

Luftige Kreten, tiefe Schluchten und eine abwechslungsreiche Waldflora sind auf einer Rundwanderung Mümliswil–Passwang–Wasserfallen–Mümliswil zu erleben. Eine Rundwanderung, die der Naturpark Thal anbietet.

Der Naturpark Thal schlägt als herbstliche Wanderung eine Solothurner Waldwanderung vor, auf welcher der Einfluss des Gesteinsuntergrundes auf die Landschaftsformen, die natürliche Waldvegetation und die landwirtschaftliche Nutzung besonders augenfällig ist. Je nach Härte des Gesteins haben sich nämlich durch Jurafaltung, Moränen der Eiszeiten und Erosion senkrecht aufragende Felswände, enge Schluchten oder weiche, fliessende Geländeformen ausgebildet. Entsprechend zeigt sich das Waldkleid mal lichtdurchflutet und blütenreich, mal wieder dunkel und eher karg.

Die Wanderung startet und endet auf dem Postplatz in Mümliswil. Man wandert zunächst steil nach Norden, den Schulhäusern entlang Richtung Reckenkien, biegt dann Richtung alte Passwangstrasse ab und nimmt den Weg zum Gasthaus Obere Wechten. Alternativ ist auch der Weg Richtung Limmernschlucht zur Oberen Wechten möglich.

Nach der Oberen Wechten steigt man 200 Meter durch den Wald Richtung Chellenköpfli, dem mit 1156 Meter über Meer höchsten Punkt der Wanderung. Hier belohnt eine fantastische Aussicht der mit Föhren bewachsenen Felskrete den Wanderer. Danach geht es abwärts über Weiden und Wiesen entlang der Kantonsgrenze BL/SO zum Bergsattel Sol mit dem Windrad des Ökozentrums Langenbruck und zum Hinteren Hauberg. Kurz vor dem Hauberg geht die Weg Richtung Tüfelschuchi und weiter westlich Richtung Limmern. Über den Rastplatz Stolten geht es dann wieder nach Mümliswil, oder man wählt den Weg durch die Limmernschlucht ins Dorf.

Bei dieser Wanderung lohnt es sich, der vielfältigen Juralandschaft und ihrer Flora Beachtung zu schenken. Wo Wind und Wetter um die Ecken pfeifen, wo es keinen Schutz vor sengender Sonne oder eisiger Kälte gibt, behaupten sich Föhre und Flaumeiche als Überlebenskünstler. Die Limmernschlucht mit ihren wuchtigen Höhlen und fast senkrecht aufstrebenden Felsen bietet ebenfalls eine eindrückliche Naturkulisse. In den Wäldern sind Buchen, Fichten, Eiben und Ahorn zu erkennen, schön sind auch die niederen Lebhäge oder blumenbestockten Wiesen und Weiden, auf denen es noch seltene Orchideenarten zu sehen gibt.

Die reine Wanderzeit für diese Strecke beläuft sich auch sechs Stunden (ohne Verkürzung durch die Limmernschlucht beim Aufstieg). Es lohnt sich also, frühmorgens aufzubrechen. Gutes Schuhwerk und eine gute Kondition sind ebenfalls nötig. Essen und Trinken sollten mitgenommen werden, allerdings ist beim Berggasthof Obere Wechten ein vielfältiges Verpflegungsangebot zu haben. (frb)

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