Oensingen

Werkhof-Arbeitsgruppe soll unbeirrt arbeiten: «Ein proaktives Vorgehen ist angezeigt»

Eine Arbeitsgruppe soll prüfen, wie es mit dem Werkhof in Oensingen weitergeht.

Eine Arbeitsgruppe soll prüfen, wie es mit dem Werkhof in Oensingen weitergeht.

Der Oensinger Gemeinderat nahm vom Zwischenbericht der Arbeitsgruppe Werkhof Kenntnis. Er will, dass sie unabhängig von «Verkauf oder Nicht-Verkauf Unterdorf» weiter arbeitet.

Seit letzten November ist die Arbeitsgruppe Werkhof Oensingen tätig. Sie erarbeitet Antworten auf die Fragen wie nach dem abschlägigen Volksentscheid für den Kauf einer bestehenden Halle der Werkhofdienst in den bestehenden Gebäuden in Oensingen weiter garantiert und optimiert werden kann; wie die Dienstleistungen weiterhin kostengünstig, und in einer guten Qualität erbracht werden können und wie bis spätestens Ende 2020 die sanierungsbedürftigen Liegenschaften im Unterdorf zu verlassen seien – am besten noch ohne, oder nur mit geringen Sanierungskosten bis dahin.

Weiter soll erarbeitet werden, ob eine Nutzung von anderen Objekten möglich sei, oder ob und wo ein Neubau eines Werkhofes realisiert werden kann. Schon damals war ein Terminplan vorgegeben worden, wonach anfangs Januar 2019 dem Gemeinderat schon erste Ergebnisse vorgelegt werden sollten.

Gemeindepräsident Fabian Gloor sagte damals im Rat: «Uns ist bewusst, dass dies ein relativ sportliches Vorgehen ist». Doch dies sei nötig, damit allenfalls im Juni 2019 ein Investitionskredit beantragt werden könne.

Auslagerungen im Obergeschoss

Die Arbeitsgruppe Werkhof wurde aktiv und hat bisher an drei Sitzungen getagt. Folgendes wurde bisher festgestellt: Der aktuelle Standort im Unterdorf kann voraussichtlich wenigstens mittelfristig genutzt werden, sofern die Auflagen im Bereich Brandschutz, Statik und WC-Anlagen erfüllt werden. Spätestens nach 4-5 Jahren dürften die notwendigen Sanierungen jedoch unverhältnismässig hoch werden.

Um die Kosten für die Erfüllung der Auflagen in angemessenem Rahmen zu halten, müssten die heutigen Nutzungen in den Obergeschossen ausgelagert werden. Es betrifft dies insbesondere die Jugendarbeit, die Schützen und die Spielgruppe.

Es wurde festgehalten, dass in zwei bis drei Jahren auch die Pläne für die Entlastungsstrasse Oensingen soweit vorliegen würden, und dass bis dahin Aussagen zur Realisierung eines Werkhof-Neubaus im Umfeld der Saeco-Halle geprüft werden können. Denkbar wäre laut der Arbeitsgruppe aber auch der Erwerb einer Liegenschaft, sofern sich die Chance dafür bietet.

Erst mal abwarten?

Der Ressortleiter Planung und Bau und Präsident der Arbeitsgruppe Werkhof, Christoph Iseli erklärte, dass man in der Arbeitsgruppe entschieden habe, mit weiteren Sitzungen bis zum 18. März, dem Abstimmungsdatum «Verkauf Unterdorf» zuzuwarten, und erst danach die Arbeit wieder aufzunehmen.

In der Diskussion erklärte Gemeindepräsident Fabian Gloor aber, dass er es besser fände, wenn die Arbeitsgruppe unabhängig vom Entscheid der Gemeindeversammlung weiter arbeiten würde. Denn der bestehende Standort dort kann in jedem Fall nur maximal mittelfristig genutzt werden, ein proaktives Vorgehen ist also so oder so angezeigt.

Schliesslich nahm der Gemeinderat vom Zwischenbericht Kenntnis und erwartet die Vorschläge der Arbeitsgruppe in absehbarer Zeit.

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