Kestenholz

Wenn Kestenholzer Flaschen zu schottischen Helden werden

32 Mannschafen hatten an den vierten Highland Games in Kestenholz ihren Spass. Fast scheint es, als wurde von Baustämmen über Gummistiefel bis zu Hufeisen alles geworfen, was nicht niet- und nagelfest war.

«Wir wollen zum dritten Mal in Folge den Titel für das beste Kostüm holen» sagt der 18-jährige Jonas Rudolf von Rohr aus Kestenholz, während sich seine fünf Kollegen laut grölend in Pose werfen. Verkleidet haben sie sich dieses Jahr als Whiskyflaschen.

So hochprozentig wir der Inhalt der ausgewählten schottischen Marke sind die Zielsetzungen der jungen Männer bei Highland Games indessen nicht, wie Rudolf von Rohr verrät. «Wir sind vor allem in Bezug auf unser Kostüm Spitze, bei den Wettkämpfen ist die volle Punktezahl Nebensache.» Die Kostüme werden seit der zweiten Auflage der Higland Games prämiert, wie OK-Mitglied Peter Horrath vom organisierenden FC Kestenholz erklärt. Nicht zuletzt deshalb wähnt man sich auf dem Sportplatz St. Peter gelegentlich eher an der Fasnacht, als an einem Turnier mit schottischem Charakter.

Ein Wässerchen kommt selten allein

Beim Baustammwerfen, der Urdisziplin bei den Higland Games, geriet dieser Eindruck wieder etwas in den Hintergrund. Wenn Männer und Frauen das Rundholz längs um die eigene Achse drehend nach vorne warfen, fiel auf, dass nicht die Kraft ausschlagend ist. Einige Frauen zeigten dem vermeintlich starken Geschlecht, wie es auch ohne Imponiergehabe geht.

Neben dem Baumstammwerfen mussten sich die 32 teilnehmenden Mannschaften in elf weiteren Disziplinen, wie Gummistiefelwerfen, Hindernislauf, Leitergolf, Steinwurf, Sackhüpfen, Fassrollen, Hufeisenwerfen, Strohsackhochwurf, Pfeilbogen schiessen sowie Nagelbalken messen. Bei letzterer Disziplin hatten aber einige der Wettkämpfer ihre liebe Mühe. Dies nicht zuletzt wegen des wohl ein wenig zu hoch dosierten Zielwassers, welches vor allem bei Männerteams in Form von Bier in beachtlich grossen Mengen floss.

Auch mitgeführte Whiskyflaschen wurden auf dem Gelände gesichtet. Damit einhergehend stieg mit zunehmender Dauer des Wettkämpfers der Stimmungspegel weiter. Am Turnier nahmen übrigens drei Mannschaften aus Oberbuchsiten, je ein Team aus Matzendorf und Aarwangen sowie 26 einheimische Mannschaften teil.

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