DLG-Theater
Wenn das Altersheim zur Bühne des Lebens wird

Die Dramatisch-literarische Gesellschaft Balsthal DLG, probt derzeit intensiv an ihrem Stück. Regie führt zum ersten Mal der Härkinger Christoph Schwager.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Schauspieler und Techniker der diesjährigen DLG-Produktion «Haus der letzten Chancen» nach einem intensiven Probe-Abend diese Woche.

Schauspieler und Techniker der diesjährigen DLG-Produktion «Haus der letzten Chancen» nach einem intensiven Probe-Abend diese Woche.

Fränzi Zwahlen-Saner

Christoph Schwager ist in der regionalen Theaterszene kein Unbekannter. Seit vielen Jahren führt der Regie, gibt Theaterkurse oder steht selbst als Darsteller auf der Bühne. Und doch ist es jetzt das erste Mal, dass der Härkinger für die Balsthaler Laien-Theatertruppe der Dramatisch-literarischen Gesellschaft DLG die Regie übernommen hat.

«Ich habe die Produktionen DLG natürlich über all die Jahre verfolgt, meistens auch besucht und einige Schauspieler haben bei mir auch Kurse belegt», berichtet Schwager. Doch selbst sei er immer an anderen Engagements beschäftigt gewesen, so dass nie eine Zusammenarbeit entstanden ist.

«In diesem Sommer hatte ich aber kein Theaterspiel im Gäu und so kam die Anfrage aus Balsthal zum richtigen Moment». Und es war nicht bloss die Regie, die Schwager nun in Balsthal übernommen hat. Es ist auch gleich ein Stück aus seiner Feder, dass ab 18. November auf der Rössli-Bühne zu sehen sein wird.

«Das Haus der letzten Chancen – Wenn die Alten flügge werden» sei vor einigen Jahren in einem Theaterkurs entstanden, erzählt Schwager. «Ich habe den Stoff dann überarbeitet und auch einige Passagen völlig neu geschrieben».

Unkonventionelle alte Leute

Um nur so viel zu erraten: In einem Altersheim leben betagte Menschen und sind teilweise gar nicht so gebrechlich und von Vorgestern, wie sich dies beim ersten Anschein präsentiert und wie das ihre Angehörigen und die Betreuer vielleicht gerne hätten. Um sich Gehör zu verschaffen und als eigenständige und vollwertige Personen wahrgenommen zu werden, greifen sie zu unkonventionellen Mitteln.

«Für die Schauspieler war es gar nicht so einfach, sich in die alten Personen hineinzuversetzen», verrät der Regisseur. So stand im Vorfeld auch schon mal ein Besuch in einem Altersheim an. Das Gehen, sich Bewegen, eine mögliche Gebrechlichkeit seien intensiv geübt worden.

Für eine schöne musikalische Untermalung während des Stückes sind Jazz-Klänge von Musiker Marco de Simoni zu geniessen. Auch er ist zum ersten Mal bei der DLG mit dabei.
Unter den Schauspielern sind einige bekannte Gesichter wieder zu entdecken, und es gibt auch Newcomer.

Mit dabei sind: Ruedi Baumgartner, Sabine Baumgartner, Beat Rudin, Sandra Bloch, Carina Bührer, Fränzi und Urs Schaffner, Mägi Nideröst, Patrik Nussbaumer und Käthi Nyffeler.

Die Regieassistenz hat Esther Mühlemann inne, Bühnenbau und Technik betreut Rolf Glanzmann mit einem Team und für die Maske ist Nicole Wiedmann zuständig. Die Produktionsleitung liegt bei Karin Büttler-Spielmann.

«Haus der letzten Chancen» Rössli-Saal Balsthal. Premiere 18. Nov. 20 Uhr; weitere Vorstellungen: 19., 23., 24., 26. 11., 1., 2., 3. 12. jeweils 20 Uhr. Am 20.11. um 17 Uhr; am 4. 12. um 14 Uhr (letzte Vorstellung).

Vorverkauf bei Schuhhaus zum Stiefel 062 391 31 24 oder an der Abendkasse. Theaterbar im Rössli jeweils eine Stunde vor Beginn geöffnet.

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