Welschenrohr-Gänsbrunnen
Nach einem Felssturz ist die Binzstrasse gesperrt - nun beurteilt ein Geologe die Lage

Mitte März lösten sich zwischen Gänsbrunnen und dem Binzberg Gesteinsbrocken und fielen auf die Strasse. Seither ist die einzige direkte Verbindung Richtung Court (BE) für Autos nicht befahrbar.

Walter Schmid
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Die Binzstrasse von Gänsbrunnen Richtung Binzberg ist nach einem Felssturz gesperrt.

Die Binzstrasse von Gänsbrunnen Richtung Binzberg ist nach einem Felssturz gesperrt.

Walter Schmid

Seit drei Wochen ist die Binzstrasse zwischen Gänsbrunnen und dem Binzberg unpassierbar. Im unteren Teil der Strasse hat sich eine zwei Meter grosse Felsplatte von zwanzig Meter Länge gelöst und ist auf die Strasse gerutscht. Die Fahrbahn ist zur Hälfte verschüttet, ist aber für Fussgänger und Zweiräder passierbar. Der Berghof Binz ist nur noch von Westen her über Court (BE) erreichbar, ebenso der Subigerberg.

Der Kanton beteiligt sich an den Sanierungskosten

Nach dem Zwischenfall von Mitte März nahm eine Delegation von Vertretern des Kantons Solothurn und der Gemeinde Welschenrohr-Gänsbrunnen diese Woche einen Augenschein. Die Situation wird mit einem Geologen beurteilt und die nötigen Massnahmen beschlossen.

Die Gesteinsschichten liegen parallel zum Hang und wurden beim Bau der Binzstrasse angeschnitten. Schon damals sicherte man die Felsplatten mit Felsankern, um Abbrüche zu vermeiden. «Der ganze Abschnitt muss vom Geologen beurteilt werden. Eventuell braucht es weitere Sicherungsmassnahmen», meinte Thomas Mägli, Gemeinderat und verantwortlich für das Ressort Gemeindewerke. Er kennt auch die Besitzverhältnisse: Eigentlich ist die Binzstrasse eine Privatstrasse, Eigentümer sind die Anstösser. Aber der Kanton Solothurn beteiligt sich am Unterhalt. So sind bereits 60 Prozent an die Sanierungskosten zugesichert. Wann die Arbeiten ausgeführt sind und die Strasse wieder geöffnet werden kann, ist ungewiss.

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