Welschenrohr
Diskussionen in Welschenrohr um Budgets und Zonen

Der Welschenrohrer Gemeinderat nahm von Budgets und Reglementen Kenntnis.

Fränzi Zwahlen
Drucken
Teilen
Die Dorfeinfahrt von Welschenrohr.

Die Dorfeinfahrt von Welschenrohr.

Patrick Luethy

An der vergangenen Gemeinderatssitzung von Welschenrohr wurde konnte Gemeindepräsidentin Theres Brunner acht Räte zur an Traktanden reich befrachteten Sitzung willkommen heissen. Zunächst ging es darum, eine Teilzonenplanänderung zu verabschieden. Es geht um ein Grundstück, welches heute der Gewerbezone liegt; in der betreffenden Liegenschaft wurde aber eine Wohnung eingebaut. «Dies hat einen Prozess ausgelöst, der uns veranlasst, diese Gewerbezone neu zu beurteilen», sagte Brunner.

In Absprache mit dem Amt für Raumplanung, der Baukommission und des Ingenieurbüros sei man zum Schluss gekommen, das betreffende Gebiet - noch vor Abschluss der eigentlichen Ortsplanrevision, die aufgrund der Gemeindefusion hinausgeschoben wurde - in eine «Gewerbezone mit Wohnen» einzuzonen. Es sei fraglich, meinte ein Ratsmitglied, ob sich jemals wieder ein Gewerbe in diesem Gebiet sich ansiedeln würde. Brunner bemerkte, dass mit der vorgeschlagenen Zone dies weiterhin möglich bleibe und man sich diese Chance nicht vergeben wolle.

Dieses Argument überzeugte die Ratsmitglieder und sie beschlossen einstimmig, diese Teilzonenplanänderung dem Regierungsrat zu beantragen.

Alle Kommissionssitze, mit Ausnahme je eines Sitzes in der Flüchtlingskommission und in der Standort- und Wirtschaftskommission sind neu besetzt worden. Schon kurz nach Antritt erreichte den Gemeinderat die Demission des Präsidenten der Werkkommission. Damit werden alle noch zu besetzenden Kommissionssitze neu ausgeschrieben, respektive mit Bewerbern Gespräche geführt.

Budgets 2022 der Spitex und Sozialregion Thal-Gäu

Der Gemeinderat nahm Kenntnis vom vorgelegten Budget der Spitex Thal. Grundsätzlich ist darin ersichtlich, dass einzelne Bereiche preislich für die Nutzer steigen. Für die Gemeinde sieht es etwas besser aus. «Im Jahr 2021 budgetierten wir 129000 Franken; 2022 105782 Franken», erklärte Theres Brunner. «In diesen Summen wird der Wegfall der Wegkostenpauschale für uns sichtbar.» Allerdings werden diese Mehr-Kosten nun den Leistungsempfängern angerechnet. Der Gemeinderat stimmte dem Budget zu.

«Es ist ein langer Prozess»

Vorgelegt wurde auch das Budget 2022 der Sozialregion Thal-Gäu. Theres Brunner, die wie andere Gemeindepräsidenten der Amtei im Vorstand Einsitz hat, erklärte, dass man derzeit in einer Umbruchphase sei. Man habe sich bekanntlich von der Geschäftsleiterin und vom vormaligen Präsidenten getrennt. Eine unabhängige Instanz hat die Geschäfte überprüft und sei zum Schluss gekommen, dass die Mitarbeitenden überlastet und unterbezahlt seien und viel zu wenig Zeit für die Klienten vorhanden sei. Die organisatorischen Abläufe würden nun optimiert und die Missstände aufgearbeitet, sagte Brunner. Es sei ein langer Prozess. «In der Sozialregion Thal-Gäu wird ein Umsatz von 40 Mio. Franken erzielt», sagte sie weiter. Wer hier in Entscheidungsgremien mitarbeite, trage eine enorme Verantwortung. Man sei jetzt auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer und es werde diskutiert, die Sozialregion nunmehr an einem Standort, nämlich in Oensingen zu etablieren. Heute unterhält sie in Balsthal und Härkingen Büros.

«Es darf nicht alles aus dem Thal abgezogen werden»

Diese Absicht wurde von einigen Gemeinderäten kritisiert. «Wir geben sehr viel Fachkompetenz ab», sagte Kurt Schneeberger. Brunner stimmte ihm im Grundsatz zu, doch sei es wahrscheinlich für die Administration der Sozialregion besser, an einem Ort konzentriert zu werden. Es erfolgten aber keine Anträge aus dem Rat; dem Budget 2022 wurde zugestimmt. Die Volkshochschule Thal ersucht alle Gemeinden, aufgrund des schwierigen Corona-Jahres um eine finanzielle Unterstützung. Welschenrohr gibt einmalig 1000 Franken an diese Institution, wurde beschlossen.

Aktuelle Nachrichten