Der Gemeinderat hat das Budget 2018 zuhanden der Budget-Gemeindeversammlung vom 11. Dezember verabschiedet. Das angestrebte Ziel, ein ausgeglichenes Budget vorzulegen, konnte trotz verschiedener Sparbemühungen nicht erreicht werden. 

Die Erfolgsrechnung weist ein Defizit von 129'255 Franken aus. Der positive Sondereffekt in der Jahresrechnung 2014 mit zusätzlichen Steuereinnahmen von juristischen Personen hat auch 2018 noch seine Auswirkung. Die Abgabe Ressourcenausgleich beträgt 2018 Franken 370'000 Franken gegenüber 130'400 Franken im Jahr 2016.

Unter Berücksichtigung der Selbstfinanzierung der Einwohnergemeinde und der Spezialfinanzierungen resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 2,797 Mio. Franken. Der Fehlbetrag soll über die Aufnahme von Darlehen oder über den Abbau der Liquidität gedeckt werden.

Steuern 400'000 unter Budget

Bei den Steuereinnahmen der natürlichen und juristischen Personen werden die für 2017 budgetierten Einnahmen gemäss heutigem Stand wohl nicht erreicht. Aufgrund der aktuellen Steuerzahlen, dem erwarteten Bevölkerungszuwachs und dem Veranlagungsvergleich werden für 2018 mit Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen von 8,3 Mio. Franken und Quellensteuern von 650'000 Franken gerechnet. Bei den juristischen Personen wird mit einem Ertrag von 2,7 Mio. Franken gerechnet, 400 000 Franken weniger, als im Budget 2017 vorgesehen.

Die Abschreibungskosten auf dem alten Verwaltungsvermögen betragen 866'650 Franken. Dieser Betrag wird für die nächsten acht Jahre gleich bleiben. Dazu kommen die Abschreibungen auf den neuen Investitionen, welche nach Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Diese belaufen sich auf 199'990 Franken. Somit ergibt sich ein Abschreibungsaufwand von total 1,06 Mio. Franken.

2018 sollen in Egerkingen netto insgesamt 3,87 Mio. Franken investiert werden. Bei der Einwohnergemeinde sind 3,1 Mio. Franken vorgesehen, bei der Wasserversorgung 232'000 Franken, bei der Abwasserbeseitigung 431'000 und bei der Abfallbeseitigung 100'000 Franken. Die Nettoinvestitionen von gesamthaft 3,870 Mio. Franken können nur zu einem Viertel selbst finanziert werden.

1,5 Mio. für Schwimmbadsanierung

Die Nettoinvestitionen im steuerfinanzierten Haushalt beinhalten die Sanierung des Schwimmbades für 1,5 Mio. Franken (1. Tranche) sowie 350'000 Franken für Schulliegenschaften. Im Bereich Strassenverkehr sind Ausgaben von 1,2 Mio. Franken veranschlagt. 530'000 Franken davon sind Investitionsbeiträge an den Kantonsstrassenbau.
Die Nettoinvestitionen der Wasserversorgung beinhalten Planungskosten für den Bau eines neuen Reservoirs sowie für den Ringschluss Ganggeler und die Erschliessung Holenbaumacker, Kirchsteg und Weberlochstrasse. Im Abwasserbereich soll in Leitungssanierungen und in dieselben Projekte wie bei der Wasserversorgung investiert werden.

Spezialfinanzierungen

Bei der Wasserversorgung sind Einnahmen aus Wasserverkauf von 370'000 Franken budgetiert. Der bauliche Unterhalts des Leitungsnetzes ist mit 110'000 Franken veranschlagt. Gemäss Voranschlag resultiert ein Defizit zulasten des Eigenkapitals von 103'350 Franken.
Bei der Abwasserbeseitigung werden Einnahmen aus Abwassergebühren von 835'000 Franken budgetiert, woraus ein Einnahmenüberschuss 133'000 Franken resultiert.

Im Bereich Abfallbeseitigung betragen die budgetierten Einnahmen aus Kehricht und Grünabfuhr insgesamt 385'000 Franken. Es resultiert ein Defizit von 50'730 Franken. (mgt)