Oberbuchsiten
Weg mit dem Alten, her mit dem Neuen – Anfang 2019 sollte es beziehbar sein

Wegen der ausreichenden Kapazität des Neubaus in Oberbuchsiten verkauft die IMP Bautest AG ihr bisheriges Gebäude. Anfang 2019 rechnet Christian Angst mit dem Beziehen der Büroräume.

Sarah Kunz
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Während der Neubau Gestalt annimmt, bietet die IMP Bautest AG ihr derzeitiges Bürogebäude (direkt hinter dem Neubau) zum Verkauf an.

Während der Neubau Gestalt annimmt, bietet die IMP Bautest AG ihr derzeitiges Bürogebäude (direkt hinter dem Neubau) zum Verkauf an.

Bruno Kissling

Der Rohbau des neuen Gebäudes an der Hauptstrasse in Oberbuchsiten ragt bereits seit rund einem Monat in die Höhe. Jetzt geht es noch an den Innenausbau. Lange dauert es nicht mehr, bis der Neubau der IMP Bautest AG in Oberbuchsiten beziehbar ist. «Wir rechnen damit, dass wir Anfang 2019 in die neuen Büroräume einziehen können», gibt Firmengründer Christian Angst Auskunft. Weil dort die Kapazität in Zukunft mehr als ausreichen wird, bietet die Firma ihr bisheriges Bürogebäude zum Verkauf an. Etwa Mitte der 80er-Jahre sei dieses erbaut worden, vermutet Angst. Bereits zu Beginn der Planung für den Neubau habe die Firma mit der Idee gespielt, das ehemalige Gebäude zu verkaufen.

Wunschnachbar im Auge

Die Nutzfläche des vierstöckigen Gebäudes beläuft sich auf rund 2000 Quadratmeter. Den Kaufpreis gibt die Firma nur auf Anfrage preis. «Sowieso müssen wir den Wert der Räumlichkeiten zuerst schätzen lassen», sagt Angst. Anfragen von Käufern habe es schon vor Jahren gegeben. «Immer wieder wurde auch bei der Wirtschaftsförderung Interesse am Gebäude bekundet.» Auch jetzt, nach Aufschalten der Verkaufsanzeige, sind diverse Anfragen eingegangen. Etwas Passendes habe sich aber noch nicht gefunden.

«Als Nachbarn würden wir uns eine komplementäre Branche wünschen», erzählt der Firmengründer. «Eine Firma, die nicht mit uns konkurriert, dafür aber eine gute Zusammenarbeit entstehen könnte.» Im Idealfall kann die IMP das Bürogebäude tatsächlich an ein solches Unternehmen verkaufen. Die Möglichkeit einer Miete bestehe grundsätzlich auch. Aber: «Wir sind keine Immobilienfirma, das ist nicht unser Kernbusiness.» Eine Vermietung sei deshalb nur der Notnagel, falls es bis Anfang Februar mit dem Verkauf nicht klappen sollte.

Bekenntnis für Standort

Es ist ein Grossprojekt, an das sich die auf Materialprüfung spezialisierte Firma wagt. Obwohl die Bagger erst im letzten Jahr auffuhren, hatte die Firma schon vor rund 13 Jahren über ihre Zukunftspläne nachgedacht. Dazu gehörte auch die strategische Standortsicherstellung im Jahr 2005. Drei Jahre später erfolgte die Umzonung des Landwirtschaftslands direkt neben den bisherigen Büroräumlichkeiten.

Seit 2008 ist das Land eine Bauzone für «Gewerbe ohne Wohnen», was einen Gewerbebau überhaupt erst ermöglichte. «Wir sind sehr überzeugt von der Region und fühlen uns wohl hier», sagt Angst. «Deshalb bekennen wir uns gerne zu diesem Standort.» Dass sich die Nettoinvestitionen auf rund 12 Mio. Franken belaufen, zeigt, wie viel wert dieses Standortbekenntnis der Firma ist. «Es ist schon ein Hosenlupf», meint Angst lachend. «Aber wir glauben an uns und unsere Zukunft.»

Gemäss dem Gestaltungsplan umfasst das Grundstück eine Fläche von rund 4759 Quadratmetern. Der entstehende Neubau weist Masse von 76 Metern Länge und 34 Metern Breite auf. Etwa ein Drittel des unterkellerten Gebäudes wird auf der Ostseite dreistöckig mit einer Gesamthöhe von 12 Metern ausgeführt. Der Rest des Bauwerks ist in Richtung Süden eingeschossig geplant.

Möglichkeit zu wachsen

In Zukunft wäre eine allfällige Aufstockung der Etagen möglich. «Das neue Gebäude wird rund 150 Prozent der heutigen Fläche aufweisen», erzählt Angst. «Das ist mehr als genug Platz für uns.» Aufgrund von Platzmangel wurde das Projekt ursprünglich auch geplant: «Wir hatten im alten Gebäude keine Möglichkeiten zu wachsen», so Angst.

80 Mitarbeiter beschäftigt die Firma an allen Standorten, in Oberbuchsiten sind es rund 60. «Viel mehr hätten wir im alten Gebäude nicht unterbringen können.» Ausserdem seien die betrieblichen Abläufe aufgrund des Platzmangels nicht mehr optimal verlaufen. Dank des Neubaus wird es der Firma nun möglich sein, weitere Mitarbeiter einzustellen. «Es ist zwar nicht unser Ziel, haufenweise neue Leute anzustellen, aber den ein oder anderen neue Mitarbeiter sind wir momentan schon am Suchen», verrät Angst.

Weil das ausführende Architekturbüro W. Thommen AG mit Sitz in Olten nicht das zeichnende Architekturbüro war, weist der Bau noch eine Besonderheit auf: Es ist keine konkrete Visualisierung vorhanden. Das Projekt sei nämlich nach den Vorgaben des zeichnenden Architekts gar nicht umsetzbar gewesen. Wie das fertige Gebäude am Ende genau aussieht, wird sich also erst noch zeigen.

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