Nur noch ein gutes halbes Jahr dauert es, dann wird in Oensingen wieder das «grösste Höhenfeuerwerk der Schweiz» mehrere zehntausend Besucher anlocken. Das Datum der Sonnwendfeier 2015 steht fest: Samstag, 21. März. Getragen wird der traditionsreiche Anlass vom Ravellen-Club und dem Vogelherdclub, für die Organisation und die Durchführung sorgt ein Organisationskomitee. Dieses hat mit Urs Rölli einen neuen Präsidenten erhalten, er folgt auf Roger Kaufmann.

Rölli ist 42-jährig, Pharmaspezialist und wohnt seit fünf Jahren in Oensingen. Er sei nicht als Feuerwerksfreak zum Präsidentenamt gekommen, sagt er. «Ich war bisher wie einer von vielen, die fasziniert sind von Feuerwerksbildern. Meine Aufgabe ist es ja auch nicht, mich um das Feuerwerk als solches zu kümmern, das tun die beiden Vereine auf hervorragende Weise.» Gereizt habe ihn vor allem die Möglichkeit, mit engagierten Leuten etwas Einzigartiges zu organisieren, dafür übernehme er gerne Verantwortung. «Es ist für Aussenstehende kaum vorstellbar, wie umfangreich der Anlass Sonnwendfeier ist, welche Vorkehrungen und Abklärungen dazugehören. Und wie viele Leute es dazu braucht, die erst noch freiwillig mitmachen.» (Siehe auch separaten Text)

Auf den Zwischenfall bei der Sonnwendfeier 2012 angesprochen, bei dem ein 85-Kilo-Mörser am Boden explodierte und glücklicherweise niemand verletzt wurde, sagt Rölli, so müsse er voll und ganz auf den Verein vertrauen können, dass dieser die Sicherheit garantiert.

«Man lernt immer dazu»

Viel ändern am Organisatorischen sei nicht nötig, erklärt Urs Rölli. «Man lernt aber mit jeder Auflage der Sonnwendfeier dazu.» Eine Konsequenz daraus ist, dass das Sicherheitskonzept für die Zuschauer ausgebaut respektive noch mehr verfeinert wird. «Man muss sich vorstellen: Da strömen innert kurzer Zeit viele tausend Personen nach Oensingen und die haben Vorstellungen und Ansprüche. Der grosse Teil möchte am liebsten maximal eine halbe Stunde vor Beginn hier sein und nachher sofort wieder wegfahren können.» Da brauche es ein immer besser ausgefeiltes Verkehrsleitsystem. Um die Zeitspanne von Ankunft und Wegfahrt zu erweitern, wurde denn auch eine Art Festmeile aufgebaut, damit die Leute früher kommen, sich vor Ort verpflegen und nach dem Feuerwerk etwas länger bleiben können.

Migros ist neu dabei

Was den Festbetrieb und die Sonnwendfeier als Gesamtes angeht, so kann Rölli noch mit einer für das OK erfreulichen Neuerung aufwarten: Die FaMigros ist als Presenting Partner bei der Sonnwendfeier eingestiegen.

Und was meint der neue OK-Präsident zur Idee von Gemeindepräsident Markus Flury, bei der Sonnwendfeier 2018 einen besonderen Akzent zu setzen, weil dannzumal die Gemeinde Oensingen auf ihr 1050-jähriges Bestehen zurückblicken kann? «Finde ich sehr gut. Dazu liesse sich sicher etwas Passendes machen. Wir sind immer offen für Ideen.»