28 interessierte Teilnehmer konnte Gemeindepräsident Stefan Müller an der Budgetgemeindeversammlung begrüssen. Die Finanzverwalterin Erika Meier erläuterte sehr kompetent das Budget. Vergangenes Jahr hat die gesamte Militärunterkunft einen Neuanstrich erhalten, alle Schlafgelegenheiten wurden erneuert. Nun sollen Küche und Vorratsräume neu gestrichen und die Beleuchtung erneuert werden. Beim Ausrücken der Armeeangehörigen entstehen für die Anwohner in den Morgenstunden erhebliche Lärmemissionen. Eine zweite Ausfahrt direkt in den Ebenfeldweg wird Abhilfe schaffen. Diese Investitionen zahlen sich aus, denn die Anlage wurde vom Militär für das kommende Jahr bereits für 20 Wochen reserviert.

Grosse Investitionen bei der ARA

Die Wasserversorgung wird mit 22 968 Franken an den Unterhalt des Leitungsnetzes und der Quelle belastet, ferner verursachen die hohen Investitionen bei der Wasserversorgung Abschreibungen über 40 000 Franken. Eine Entnahme von 12 708 Franken aus den Reserven zeichnet sich ab. Die ARA Falkenstein wird grosse Sanierungen und Reparaturen in der laufenden Rechnung verbuchen. Das bewirkt einen erheblichen Anstieg des Betriebsbeitrages auf 37 500 Franken und somit ein Defizit von rund 4750 Franken in der Abwasserbeseitigung. Der um 80 000 Franken geringere Finanzausgleich sowie um 72 000 Franken höhere Beiträge an die Kosten von Sonderschulung und Heimaufenthalten erklären den zu erwartenden Aufwandüberschuss von 142 500 Franken.

Bauparzellen erschliessen

Im Gebiet Fuchsacker soll ein Einfamilienhaus gebaut werden. Mit einer Verlängerung der Baumgartenstrasse für 65 000 Franken können gleichzeitig mehrere Bauparzellen erschlossen werden. Die Kosten unterliegen dem Perimeterverfahren. Die Wasser- und Abwassererschliessung der nördlichen Berghöfe samt dem Neubau des Reservoirs steht kurz vor der definitiven Inbetriebnahme. Es ist mit Restkosten von 314 000 bis 384 000 Franken und nach Rechnungsabschluss mit beinahe ebenso hohen Subventionsbeiträgen zu rechnen. Sobald die Genehmigung des Kantons vorliegt, soll ferner die Sanierung der Brunnstube erfolgen. Im Hammerrain wird das Wasser aus zwei Seitenarmen gefasst, wobei bei einem Zulauf die Ergiebigkeit stetig abnimmt. Kameraaufnahmen haben gezeigt, dass der Zulauf durch Verwachsungen mit Wurzeln zum Teil unterbrochen ist, weshalb eine Sanierung immer dringlicher wird.

Wärmeverbund in Sichtweite

Heinz Gautschi orientierte über die Fortschritte beim Projekt Wärmeverbund. Im Januar werden alle Interessenten zu einem persönlichen Informationsgespräch eingeladen, um alle Bedürfnisse in einen Vorvertrag aufzunehmen. Die Planung der Leitungsführung ist weit fortgeschritten. Es zeigte sich, dass ausser im Gebiet Haulen fast alle Interessenten angeschlossen werden können. Die Fernwärme aus der Holzschnitzelfeuerung wird preislich nicht ganz an eine Ölheizung herankommen, es sind aber die Preisstabilität des Holzes, die geringeren Unterhaltskosten und die Nachhaltigkeit bei einem externen Wärmebezug zu beachten. Die Inbetriebnahme des Wärmeverbundes ist 2017/18 vorgesehen.

Erika Meier geehrt

Erika Meier feiert ihr 30-Jahr-Jubiläum als Gemeindeverwalterin. Sie nahm die Ehrung des Gemeindepräsidenten dankend entgegen und gewährte einen kurzen Einblick in die damalige Gemeindeverwaltung in einem Büroraum eines Einfamilienhauses. Bis zur Pensionierung im Juli 2015 wird Erika Meier ihr Pensum auf 20% reduzieren, und Gabriela Huber übernimmt ab Januar die Hauptaufgaben der Gemeindeverwaltung (wir berichteten). Sie wird nach 17 Jahren durch die neu gewählte Daniela Allemann-Fluri als Gemeindeschreiberin abgelöst.