«Schon Mitte Dezember haben wir doch an der Gemeindeversammlung entschieden, dass nachts wieder alle Strassenlampen brennen. Jetzt haben wir Februar, und noch immer ist es dunkel. Man verspottet unser Dorf ja schon als Dunkelkammer des Thals.» So wurde in den vergangenen Tagen in Herbetswil gewettert. Doch jetzt ist alles wieder gut: Nachts brennen wieder alle Strassenlampen im Dorf.

Um Stromkosten zu sparen – geschätzt etwa 3000 Franken jährlich – hatte man versuchsweise während rund einem Jahr nachts von 0.30 bis 5 Uhr den grossen Teil der Strassenlampen ausgeschaltet. Reklamationen blieben nicht aus, worauf der Gemeinderat eine anonymisierte Umfrage startete.

Doch nur 62 Personen beteiligten sich daran, und das Resultat zeigte erst noch eine fast ausgeglichene Tendenz. Darum sollte die Gemeindeversammlung einen Entscheid herbeiführen, der dann allerdings hauchdünn ausfiel: Mit nur einer Stimme Unterschied wurde beschlossen, das Licht nachts wieder brennen zu lassen.

Warum aber dauerte es mehr als einen Monat, bis der Entscheid umgesetzt war? «Ich hätte an der Versammlung ankündigen sollen, dass die Umsetzung eine Weile in Anspruch nehmen wird», sagt Gemeindepräsident Stefan Müller. Die Umschaltung sei nicht mit einem einzigen Knopfdruck zu schaffen. Der Elektriker müsse bei jeder einzelnen Lampe die Einstellung korrigieren.