Thal

Wann werden die Thaler Raiffeisenbanken fusionieren?

Präsentieren den Halbjahresabschluss 2014 (v.l.): Arnold Merz (Mümliswil-Ramiswil/ Holderbank), Tom Schär (Dünnerntal) und Franz Koch (Balsthal-Laupersdorf und Präsident des Bezirksverbandes der Thaler Raiffeisenbanken.

Präsentieren den Halbjahresabschluss 2014 (v.l.): Arnold Merz (Mümliswil-Ramiswil/ Holderbank), Tom Schär (Dünnerntal) und Franz Koch (Balsthal-Laupersdorf und Präsident des Bezirksverbandes der Thaler Raiffeisenbanken.

Einen Anstieg der Hypothekarforderungen melden die Thaler Raiffeisenbanken. Aber auch die Aussicht auf eine mögliche Fusion.

6,23 Mio. Franken mehr Kundenausleihungen (+0,93 %), 2,04 Mio. Franken neue Kundengelder (+0,36 %) und 123 neue Genossenschafts-Mitglieder: Dies sind die Zahlen der Raiffeisenbanken Balsthal-Laupersdorf, Dünnerntal und Mümliswil-Ramiswil/Holderbank nach dem ersten Halbjahr 2014. «Das Kundengeschäft – Baukredite, öffentliche Hand – hat weiter zugenommen, auch bei den Hypotheken konnte man um 0,75 Prozent zulegen, was bei den Kundenausleihungen ein gesundes Wachstum generierte», bilanziert Franz Koch, Präsident des Bezirksverbandes der Thaler Raiffeisenbanken.

«Wir behaupteten uns weiterhin in der Spitzenposition im Kundenpassivgeschäft und im Hypothekargeschäft. Insgesamt ist die Bilanzsumme um 5,936 Mio. auf 747,147 Mio. Franken gewachsen. Dank des stetigen Zuflusses an Kundengeldern liegt der Deckungsgrad zwischen Kundengeldern und Ausleihungen bei guten 83,05 Prozent.» Der Jahresgewinn dagegen habe sich marginal um 24 715 Franken auf 633 796 Franken verringert (30.6.13: 658 511 Franken).

Über die Hälfte der Thaler dabei

«Im ersten Halbjahr 2014 sind 123 Personen in die Genossenschaft eingetreten. Die Thaler Raiffeisenbanken zählen total 8511 Genossenschaftsmitglieder, damit sind rund 55 Prozent der Einwohner Mitglied bei einer der drei Geschäftsstellen», führte Franz Koch weiter aus.

Seit Jahren wachsen die Ausleihungen und dabei insbesondere die Hypotheken kontinuierlich. Im ersten Halbjahr 2014 sind die Hypothekarforderungen um 4,748 Mio. auf 636,842 Mio. Franken angestiegen. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft ist um 176 466 Franken auf 4,639 Mio. Franken zurückgegangen, dies wegen Mindererträgen aus dem Kerngeschäft und der eher zurückhaltenden Anlagepolitik. Hingegen hat der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 43 919 auf 214 234 Franken zugenommen. Zugelegt wurde um 24 424 Franken auch im Liegenschaftserfolg dank mehr vermieteten Volumen.

Bald nur noch eine Bank?

Der Geschäftsaufwand hat sich um 68 314 Franken erhöht. Zwar blieb der Sachaufwand mit 1,423 Mio. Franken fast gleich, jedoch fiel der Personalaufwand wegen Neuorganisationen und der damit verbundenen Erhöhung der Stellenprozente um 62 661 Franken höher aus und beträgt 1,922 Mio. Gemäss Hochrechnungen gehen rund 350 000 Franken (Vorjahr 333 291 Franken) als Steuern an Bund, Kanton und Gemeinden. Insgesamt 40 Mitarbeitende (32,2 Personaleinheiten) und drei Auszubildende sind für die Bank tätig.

Mit Blick in die Zukunft erklärt Franz Koch: «Ich gehe davon aus, dass sich in absehbarer Zeit die drei bestehenden Raiffeisenbanken zu einer grossen Raiffeisenbank Thal zusammenschliessen werden. Eine solche Fusion macht Sinn und wird sich sehr positiv auswirken. Unter den drei Banken laufen derzeit erste Vorgespräche.» Die Raiffeisenbank Thal soll dereinst auch die Hausbank der KMU-Betriebe im Thal werden.

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