Bergschule Brunnersberg
Wann die Bergschule Brunnersberg geschlossen wird, ist noch offen

Der Gemeinderat Laupersdorf sagte am Montagabend als vierte und letzte Gemeinde Nein zur Weiterführung der Bergschule Brunnersberg. Damit ist allerdings noch nicht klar, ob die Schule aufs Schuljahr 2014/2015 auch wirklich geschlossen wird.

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Bergschule Brunnersberg.

Bergschule Brunnersberg.

Josef Tschan

Die Entscheidung war sehr knapp in der Sitzung des Laupersdörfer Gemeinderats: Drei Ratsmitglieder stimmten für die Schliessung der Bergschule Brunnersberg, drei dagegen, zwei enthielten sich der Stimme. Der Stichentscheid des Gemeindepräsidenten Thomas Schwaller führte dazu, dass nach Aedermannsdorf, Matzendorf und Mümliswil-Ramiswil auch Laupersdorf als vierte der Trägergemeinden Nein sagt zur Weiterführung der Bergschule (wir berichteten).

Allerdings: Ob die Schule gemäss Antrag der Gemeindepräsidenten bereits auf das Schuljahr 2014/2015 geschlossen wird, ist damit noch nicht gesagt. Das bestätigt Dieter Altenburger vom Rechtsdienst im kantonalen Departement für Volksschule und Kindergarten: «Klar ist vorerst, dass die vier Gemeindeexekutiven die Vereinbarung zur Führung der Bergschule gekündigt haben und diese folglich nicht weiterführen wollen.

Langer Prozess

Offen ist aber, ob der Entscheid zur Schliessung so wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Und wenn ja, wann.» Mehrere Faktoren weisen laut Altenburger darauf hin, dass dieser Prozess lange dauern könnte.

Zum einen sind Beschwerden gegen den Gemeinderatsentscheid von Aedermannsdorf erhoben worden; weitere könnten folgen, wenn die Gemeinden ihren Entscheid den Betroffenen schriftlich eröffnet haben. «Es ist noch nicht geklärt, ob diese Beschwerden aufschiebende Wirkung haben.» Zum andern seien noch weitere Fragen offen, bei denen noch nicht einmal klar sei, wer für die abschliessende Antwort zuständig ist.

Perfides Spiel?

Nicht nur ein Ratsmitglied hatte während der Gemeinderatssitzung dem Ärger über das ganze Vorgehen Luft gemacht: Es sei ein abgekartetes Spiel Laupersdorf zuletzt abstimmen zu lassen. Andere Räte hingegen zeigten sich überzeugt, dass sich am Resultat nichts geändert hätte. Zu eindeutig sei die Haltung in den anderen drei Trägergemeinden, die sich einstimmig bzw. mit grossem Mehr für die Schliessung entschieden haben.

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