Im Sommer 2016 wird die Welschenrohrer Verwaltung erneut auf das Angebot einer kaufmännischen Lehrstelle verzichten. «Schweren Herzens», wie Gemeindepräsident Stefan Schneider betonte. Der Beschluss ist vom Gemeinderat mit acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gefällt worden – in enger Absprache mit der Verwaltung.

Die Gründe dafür: Fortan wird die Verwaltung von Gänsbrunnen von Welschenrohr aus geführt, zudem wird bald das Rechnungslegungsmodell HRM 2 eingeführt. Beides sei zeitaufwendig. «Die drei Mitarbeiter der Verwaltung hätten kaum Zeit, daneben noch einen Lernenden auszubilden», so Schneider. Da denke man vor allem auch an das Wohl eines potenziellen Auszubildenden.

Blechlawinen machen Probleme

Der Gemeinderat hat sich gegen ein Fahrverbot bei der Zufahrt zu einem Berghof ausgesprochen. Dieses wurde von Anwohnern gefordert, die mit «Wildparkierern» zu kämpfen haben. Oft handle es sich dabei um Jurawanderer. Der Rat war sich einig: Das Problem muss bekämpft werden, doch gleich ein Fahrverbot brauche es nicht. Den Betroffenen will der Rat empfehlen, ein privates Parkverbot in Betracht zu ziehen.

Zudem sollen die Verantwortlichen des Naturparks Thal in die Pflicht genommen werden, sich Gedanken zu einem Parkplatzkonzept zu machen. Blechlawinen bereiteten nämlich zunehmend Probleme. Vor allem an Wochenenden, wenn der Himmel unten grau und oben blau ist, zieht es viele Sonnenhungrige auf die Jurahöhen. Wenn die wenigen Parkplätze voll sind, würden Autos kurzerhand entlang der Strassen abgestellt. (sva)