Kestenholz
Von null gleich auf zwei Mobilfunkantennen

Bisher stand auf dem Gemeindegebiet von Kestenholz keine einzige Antenne. Da deshalb Klagen über ungenügenden Mobilfunkampfang kamen, sind nun gleich zwei Antennen geplant in einem Abstand von 150 Metern.

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Die Swisscom will auf dem Zweckbau Industrie mit Feuerwehrmagazin und Werkhof eine Mobilfunkantenne bauen, die Orange Communications SA eine solche auf dem 150 Meter entfernten Gebäude der Marantec AG (rechts).

Die Swisscom will auf dem Zweckbau Industrie mit Feuerwehrmagazin und Werkhof eine Mobilfunkantenne bauen, die Orange Communications SA eine solche auf dem 150 Meter entfernten Gebäude der Marantec AG (rechts).

Erwin von Arb

Das Gemeindegebiet von Kestenholz wird aktuell mit Signalen von Mobilfunkantennen mit Standort Oensingen bedient. In letzter Zeit haben sich vermehrt Leute bei der Gemeinde gemeldet, der Mobilfunkempfang sei ungenügend. Insbesondere kamen Klagen aus dem Gebiet Ausserrain.

Der Gemeinderat hat das Anliegen ernst genommen und reagiert: Er reichte bei der Swisscom einen Versorgungsantrag ein und evaluierte dann zusammen mit der Firma einen Standort, wie die Gemeindebehörde bekannt gibt. Nun hat aber auch die Orange Communications SA ein Baugesuch eingereicht.

Abstand 150 Meter

Der Reihe nach: Gemäss neuen Zonenreglement sind Mobilfunkanlagen in der Gewerbe- und Industriezone sowie der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen gestattet. Der Gemeinderat hat sich nach der Evaluation durch die Swisscom für den Zweckbau Industrie (Werkhof/Feuerwehr) als Standort einer Mobilfunkanlage entschieden. Die Swisscom AG hat darauf hin die Baugesuchunterlagen ausgearbeitet und bei der Baubehörde eingereicht. Die Anlage misst ab Boden 20 Meter.

Während der Planungsphase traf ein weiteres Baugesuch für eine Mobilfunkantenne ein. Absender: Orange Communications SA. Sie hatte sich für einen Standort im Industriegebiet auf dem Gebäude der Marantec AG entschieden – etwa 150 Meter von jenem der Swisscom entfernt. Die Anlage von Orange würde 15 Meter hoch sein (8 Meter Gebäude, 7 Meter Mast)

Warum nicht gemeinsam?

Wiederum hat die Gemeindebehörde reagiert und beide Netzbetreiber zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen, um über eine allfällige gemeinsame Mobilfunkanlage zu verhandeln. «Es stellte sich jedoch heraus, dass eine gemeinsame Anlage aus technischen Gründen und wegen der vorgeschriebenen Grenzwerte nicht möglich ist», erklärt Gemeindeschreiber Marco Bürgi.

Das Amt für Umwelt habe die Standortdatenblätter der beiden geplanten Mobilfunkanlagen geprüft. «Beide Anlagen erfüllen die Grenzwerte der Verordnung zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlung.» Dies gelte auch für die darin festgehaltenen Orte mit empfindlicher Nutzung (Omen). Als Omen gelten Räume in Gebäuden, in welchen sich regelmässig Personen längere Zeit aufhalten.

Reicht es für den Ausserrain?

Morgen Donnerstag werden die beiden Baugesuche öffentlich gemacht. Wird mit Einsprachen gerechnet? Marco Bürgi gibt sich diplomatisch: «Es wird bei uns wohl nicht anders sein als in anderen Gemeinden.» Und wie werden die Leute vom Ausserrain reagieren? Zwischen ihnen und der Antenne steht ja der Rainhügel. «Laut Angaben der Anbieter müsste die Versorgung nach dem Bau der Antennen ausreichend gewährleistet sein.» (wak)