Ramiswil
Von innen heraus erfolgreich gewachsen

Der Jodlerklub verzichtete bei seinem alljährlichen Konzert erstmals seit langer Zeit auf die Mitwirkung eines Gastvereins und überzeugte dabei mit Vorträgen und Darbietungen aus den eigenen Reihen.

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zvg

Die Kirche in Ramiswil war am vergangenen Samstag praktisch voll besetzt, als der Chor pünktlich um acht Uhr das Konzert mit «Mis Hei» von Hans W. Schneller eröffnete. Mit diesem Lied feierte der Jodlerklub am vergangenen Eidgenössischen Jodlerfest in Brig einen grossen Erfolg und klassierte sich dort mit der Bewertung sehr gut in der höchsten Klasse.

Kleinformationen kamen an

Fortgesetzt wurde das Konzert nach der Begrüssung durch den Präsidenten Fredi Meyer mit einem Lied von Robert Fellmann. Dieser Komponist wird in der Jodlerszene zu den Allerbesten gezählt. Sein Lied «Schnittertanz» berichtet von einem Fest zum Ende der Ernte. Danach folgte mit dem «Siloballe-Blues» von Dölf Mettler, vorgetragen durch eine Kleinformation aus den Reihen des Jodlerklubs Ramiswil, bereits der erste spezielle Ohrenschmaus.

In diesem untypischen Jodellied blickt der Komponist und Textdichter mit etwas Wehmut auf die Zeit des Heuens früherer Zeiten zurück und schildert die neue Arbeitsweise mit den Siloballen. Begleitet wurde diese Formation am Klavier von Remo Stadelmann. Dieser doch etwas neckische Vortrag entlockte dem Publikum an diesem Abend erstmals ein Schmunzeln.

In der Besetzung Diana Stadelmann an der Geige, Remo Stadelmann am Klavier, Walter Stadelmann mit der Klarinette sowie Thomas Stich an der Handorgel, sorgte die Huusmusig Stadelmann an Friend für einen weiteren Höhepunkt.

Die hauseigene Formation, verstärkt durch den Handorgelspieler, trat in dieser Besetzung erstmals öffentlich auf und begeisterte das Publikum auf Anhieb. Als sie beim Stück «Bire, Bire Wegge, Chäs und Brot» in ihren instrumentalen Vortrag eine Gesangseinlage einbauten, kannte die Begeisterung des Publikums kaum mehr Grenzen.

Publikum verlangte Zugaben

Nebst weiteren Darbietungen des Chors stellten sich im Verlaufe des Konzerts auch noch Christine Lisser und Karin Meyer als Duett sowie Peter Bader als Solojodler den Besuchern vor. Das Duett trat mit «sing doch eis für mi» von Adolf Stähli auf und wurde prompt vom Publikum zu einer Zugabe aufgefordert.

Der Jodlerklub Ramiswil wollte sich danach mit dem geselligen Stück «Wei no chli blibä» von Ruedi Bieri vom Publikum verabschieden. Die Konzertbesucher waren aber damit nicht einverstanden und forderten den Chor schliesslich noch zu zwei Zugaben auf.

Isabelle Kamber und Jasmin Jeker führten mit ihren Ansagen gekonnt durch den musikalischen Abend. Dabei war unverkennbar, dass der Chor in den letzten Jahren gesanglich enorme Fortschritte gemacht hat. Diese positive Entwicklung ist ganz klar dem Dirigenten Walter Stadelmann zu verdanken.

Zum Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung seiner Arbeit, durfte er am Ende des erfolgreuchen Konzerts nebst einem herzhaften Applaus vom Verein auch ein Geschenk entgegennehmen. (mgt)