Balsthal
Von bunt bis zu träumend: Das 1050-Jahr-Jubiläum bietet einiges

Für das 1050-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Balsthal werden bunten Regenschirme die Goldgasse schmücken. Nebst den Regenschirmen wird auch eine «Balsthal Beach» vorhanden sein, «Tröim-Böim» werden aufgestellt und viele weitere Aktionen sind geplant.

Peter Wetzel
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So wie auf dieser Fotomontage könnte die im Rahmen der 1050-Jahr-Feier geplante Installation über der Goldgasse aussehen.

So wie auf dieser Fotomontage könnte die im Rahmen der 1050-Jahr-Feier geplante Installation über der Goldgasse aussehen.

evs/mt

Die Einwohnergemeinde wagt sich im Rahmen der 1050 Jahr-Feier an eine ganz besondere Aktion. Das Konzept stammt von Pierino Menna. Im unteren Teil der Goldgasse wird der Himmel zwar nicht voller Geigen hängen, aber voll bunter Regenschirme, welche während rund zwei Wochen wie ein farbiges Dach wirken sollen.

370 Regenschirme müssen in luftiger Höhe montiert werden. Sie sollen ausser dem dekorativen Effekt das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Behütetsein in einer Dorfgemeinschaft symbolisieren. Sponsor dieses Projektes ist der Gewerbeverein Balsthal-Klus.

Als weitere Attraktion wird vom 31. Mai bis 21. Juli ein grosser Teil des Platzes vor dem Kornhaus in eine öffentliche Strandanlage umgewandelt (Konzept: Sammy Deichmann). Auf ihr laden eine Beachlounge und Liegestühle zum Relaxen ein.

«Balsthal Beach» sei ein Versuch, mit einem temporären, ungewöhnlichen Sommerprojekt den Ortskern von Balsthal zu beleben, heisst es im Konzeptbeschrieb. Typische Beach-Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Auftritt einer Steelband, werden im Dorfzentrum immer wieder für Ferienstimmung sorgen.

«Tröim-Böim» zum Träumen

Auf dem Kornhausplatz findet vom 23. Juni bis 25. August eine «Jubiläums-Installation» statt (Konzept Edy A.Wyss, Kurt Meyer). Auf dem Platz werden 12 bis 15 Metallbäumchen aus Stahl, sogenannte «Tröim-Böim», aufgestellt. Sie nehmen Bezug auf die ehemals eisenverarbeitende Industrie im Thal und die waldreiche Umgebung Balsthals.

An voraussichtlich drei Tagen werden die Bäumchen mit Spiegelplättchen geschmückt. Die Besucher des Platzes haben dann die Möglichkeit, einen Wunsch oder einen Traum, den sie für das Dorf haben, auf die Plättchen zu schreiben.

Die Materialwahl für die Bäume soll auch das Thema des geplanten Jubiläums-Theaterstückes der DLG (Dramatisch literarische Gesellschaft) aufnehmen. Dieses Freilichttheater wird auf dem Gelände der ehemaligen von Roll gespielt und trägt den Titel «Die Schmelzi - ein Stück von Roll-Geschichte». Der Autor Christoph Schwager führt auch Regie. Das Stück wird vom 17. August – 9. September gespielt.

Die Hauptfestivitäten werden von Donnerstag 21. Juni bis Sonntag 24. Juni abgehalten. Am Donnerstagabend sind die 3. und 4.-Klässler im Einsatz. Sie geben in der katholischen Kirche ein Konzert unter dem Titel «Balsthal singt». Am Tag darauf zeigen die 5.- und 6.-Klässler waghalsige Schulakrobatik in der Haulismatt.

Am Samstag lädt die Bürgergemeinde zum Bürgertag ein. Geplant sind Führungen sowie eine Ausstellung zum Thema «1050 Jahre Balsthal». Am Abend wird der zur Tradition gewordene Multikulti-Anlass abgehalten. Er wird ergänzt mit einigen andern Attraktionen und Überraschungen.

Am Sonntagmorgen findet ein ökumenischer Gottesdienst mit musikalischer Umrahmung und anschliessendem Apéro riche statt. Ein Oltimer-Treff und der Auftritt von Musik-Bands bilden den Abschluss dieser Festtage. Näheres über alle Anlässe ist einem Programmheft zu entnehmen, welches Mitte Mai erscheinen wird. Hauptverantwortlicher der Jubiläum-Feierlichkeiten ist Gemeinderat René Zihler.

50 Jahre Kulturvermittlung

Die Galerie Rössli in Balsthal feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung ist sie eine wichtige Kulturvermittlerin im Kanton. In Anbetracht dessen, dass die Gemeinde Balsthal ihr 1050 Jahr-Jubiläum abhalten kann, soll das Projekt «Galerie Rössli jubelt» als weitere Attraktion ins Programm der Balsthaler Feierlichkeiten aufgenommen werden. Für das Vorhaben «»Balsthal weiterdenken» wurde der Solothurner Künstler Ruedi Fluri eingeladen. Fluri wird sich mit der stolzen Ruine Neu-Falkenstein beschäftigen. Die Mauerreste der im 11. Jahrhundert erbauten Burg werden ihm als Ausgangspunkt für die Ergänzungen der vorhandenen Strukturen mit Bauelementen dienen. Diese werden aus Papier und Karton geschaffen. Bei dieser Aktion, die vom 13. Oktober bis zum 4. November dauert, wird auch die Bevölkerung mitwirken können. Als zweites Galerie Rössli-Projekt entsteht eine Dokumentation, welche die vergangenen 50 Jahre des Galeriebetriebes mit verschiedensten Galeriebetreuern beleuchten wird. (pwb)