Balsthal
Vom Vater zum Sohn: Burg-Metzg ist nach Rollentausch erfolgreich gestartet

Daniel Bürgi übernimmt nach einem einmonatigen Umbau von seinem Vater die Burg-Metzg. Das Ladenlokal wurde komplett umgebaut.

Rahel Bühler
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Ida und Kurt Bürgi (vorne) haben ihre Burg-Metzg Sohn Daniel (hinten links) übergeben, Bruder Stefan führt den Party-Service weiter.

Ida und Kurt Bürgi (vorne) haben ihre Burg-Metzg Sohn Daniel (hinten links) übergeben, Bruder Stefan führt den Party-Service weiter.

Bruno Kissling

Einen Monat lang war es still um die Burg-Metzg in Balsthal, die Schaufenster mit dicken Vorhängen ausgekleidet. Hinter den Kulissen aber, lief der Betrieb auf Hochtouren. Das Ladenlokal wurde komplett umgebaut. «Wir haben alles renoviert. Vom alten Laden ist nichts mehr übrig», erzählt Daniel Bürgi, der neue Geschäftsführer, stolz. Seit 2. Dezember führt er die Metzgerei als Nachfolger seines Vaters Kurt.

Vieles nahm der 28-Jährige in Eigenregie vor. So zum Beispiel die Herstellung der Holzregale oder das Täfern der Decke. «Das Einzige, was wir nicht selbst gemacht haben, ist der Fussboden», sagt er schmunzelnd. «Und an die Küche habe ich mich auch nicht herangewagt», fügt der gelernte Koch hinzu.

Drei Standbeine

Kurt Bürgi führte die Metzgerei von 1986 bis Ende November 2016, zuerst noch in Kestenholz, ab 2000 in Balsthal. Ein Jahr später erwarb er zusätzlich das Minigolf-Restaurant in Balsthal, welches er acht Jahre führte und anschliessend Sohn Daniel übergab. Ebenfalls seit der Jahrtausendwende betreibt Kurt Bürgi einen Partyservice in Balsthal. «Anfangs mieteten wir Geschirr, mittlerweile verfügen wir über komplette Sets für bis zu 400 Personen», weiss Kurt Bürgi.

Zeitweise führte er zusammen mit Ehefrau Ida drei verschiedene Standbeine: Metzgerei, Party-Service und Minigolf-Restaurant. Der Party-Service wird mittlerweile von Stefan Bürgi, dem älteren Sohn, betrieben. Das Minigolf-Restaurant von Sohn Daniel.

Plan sah ursprünglich anders aus

Nun, mit 63 Jahren sei es an der Zeit, komplett zurückzutreten, meint Kurt Bürgi. Der Plan sah ursprünglich etwas anders aus: Stefan sollte die Metzgerei übernehmen und den Party-Service weiterführen, Daniel sollte sich dem Restaurant widmen. Gekommen ist es anders: «Stefan wollte lieber dem Party-Service treu bleiben», erklärt Kurt Bürgi. «Und ich wollte die Metzgerei, als Ursprung unseres Familienunternehmens, nicht in anderen Händen wissen», erläutert Daniel Bürgi. «Also habe ich mich umentschieden und die Metzgerei übernommen.» Konkret wurden die Übernahme-Pläne Anfang Jahr, wie er sagt. Was mit dem Minigolf-Restaurant geschieht, ist derzeit noch unklar. «Ich würde es gerne verkaufen», sagt Kurt Bürgi.

Nach einem Monat Umbauzeit wurde der Metzgerei-Betrieb an der Solothurnerstrasse wieder aufgenommen. «Die Zeit war schon recht knapp bemessen», bestätigt Daniel Bürgi. Schliesslich habe aber fast alles geklappt. «Aber auch nur, weil wir den Umbau im Voraus genau geplant haben.» Fast alles? Nur der Einbau der Küche habe sich etwas verzögert, so Daniel Bürgi.

Regionalität und Qualität in Fokus

Mit dem Umbau wurde auch das Angebot der Metzgereiladen angepasst und vergrössert. Neben Fleisch sind auch beispielsweise Honig oder Eier Bestandteil des Sortiments. Wichtig ist Daniel Bürgi, dass die Produkte aus der Region kommen. Der Honig stammt beispielsweise aus Matzendorf, die Eier aus Holderbank. «Bei uns weiss man, woher die Produkte stammen und was drin ist», führt Daniel Bürgi aus. «Wir legen Wert aufs Essen und dessen Qualität. Und das tun unsere Kunden auch.» Als gelernter Koch mache er auch möglichst alles selbst.

Grosse Erwartungen an seine Zeit als Betreiber einer Metzgerei habe er nicht, meint Daniel Bürgi: «Ich möchte einfach zufriedene Kunden. Egal ob sie ein paar Wienerli oder ein Entrecote gekauft haben.»

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