Oberbuchsiten
Vom Golfplatz in die alpine Exklave – Neue Pächter für den «Chutz»

Peter Oesch und Bernadette Rickenbacher, die Betreiber des Restaurants auf dem Golfplatz Heidental in Stüsslingen, werden das Restaurant «Chutz» in Oberbuchsiten übernehmen.

Janine Gloor
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Am 7. Februar 2017 werden Bernadette Rickenbacher und Peter Oesch mit neuer Speisekarte im «Chutz» ihr Debüt geben.

Am 7. Februar 2017 werden Bernadette Rickenbacher und Peter Oesch mit neuer Speisekarte im «Chutz» ihr Debüt geben.

Bruno Kissling

Vier Jahre haben sie bei den Golfern dafür gesorgt, dass im Magen nicht das neunzehnte Loch entsteht. Doch nun ziehen Peter Oesch und Bernadette Rickenbacher weiter. Die Betreiber des Restaurants auf dem Golfplatz Heidental in Stüsslingen werden das Restaurant Chutz in Oberbuchsiten übernehmen.

Rickenbacher und Oesch hatten Lust auf etwas Neues und suchten in der Region Olten nach einem passenden Lokal. «Doch nichts wollte so richtig passen», sagt Rickenbacher. Statt eine neue Küche wurde die Gerüchteküche angeheizt.

«Jede Woche hiess es, wir hätten einen anderen Vertrag unterschrieben», sagt Rickenbacher und lacht. Auch die «Alte Mühle» in Olten stand zur Diskussion. «Doch weil eine Renovation für den Eigentümer nicht infrage kam, wurde nichts daraus.»

Eine Kollegin hatte die Golfplatzwirte auf das «Chutz» aufmerksam gemacht, nach einer Besichtigung ging alles ganz schnell, wie Rickenbacher erzählt. «Uns hat die Aufteilung der Räume sehr gefallen. Das Restaurant hat etwas Urchiges, aber mit modernen Elementen.»

Peter Oesch und Bernadette Rickenbacher wohnen in Starrkirch-Wil, ein Umzug war kein Thema. «Das ist doch keine Distanz», sagt Rickenbacher. Für das richtige Restaurant nehmen die beiden gern den Weg auf sich, zumal das Golfrestaurant in Stüsslingen etwa gleich weit weg war.

Besitzer will sich zurückziehen

Der «Chutz» gehört dem Oberbuchsiter Unternehmer Erwin Jakober. Doch Jakober ist nicht nur Besitzer der Liegenschaft: «Meine Frau und ich haben das Restaurant Chutz die letzten Jahre zusammen mit Lars Kraus und dem Küchenchef Michel Jakob als verlängerte Arme geführt. Das Restaurant ist für uns eine Leidenschaft», sagt er. Sie seien im Hintergrund als Geschäftsführer tätig gewesen.

Doch Erwin Jakober und seine Frau sind beide nicht vom Fach und wollten sich schon länger zurücknehmen. «Die letzten zwei Jahre haben wir jemanden gesucht, der das Restaurant übernehmen könnte.» Dass er nun Peter Oesch und Bernadette Rickenbacher gefunden hat, mache ihn froh und glücklich.

«Mit Bernadette Rickenbacher und Peter Oesch haben wir kompetente, erfahrene und engagierte Pächter gewinnen können.» Lars Krause und Koch Michel Jakob werden sich gemäss Jakober neu orientieren. Der aus Obwalden stammende Jakober hat den «Chutz» nach seinen Vorstellungen zu einer alpinen Exklave umgebaut. «Das Tenn, der Stall und die Chäsi sind rustikal gestaltete Räume, wie auf einer Alp.»

Speisekarte wird sich ändern

«Die neuen Pächter Bernadette Rickenbacher und Peter Oesch werden im Restaurant Chutz ein etwas anderes Konzept aufgleisen», verrät Jakober. Er vertraut den neuen Pächtern mit seinem Restaurant, auch bei der Speisekarte. «Ich stehe voll hinter ihnen.» Oesch hat tatsächlich vor, die Karte neu aufzusetzen.

«Momentan dünkt mich die Karte zu gross», sagt Oesch, der im «Goldenen Ochsen» in Olten mit 14 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet wurde. Er will mehr saisonale Zutaten verwenden und die Karte regelmässig ändern. Auch vegetarische und vegane Gerichte möchte er kochen. «Ich will meine Gäste überraschen.» Stammgäste des «Chutz» müssen aber nicht um ihre Lieblingsgerichte fürchten.

«Gewisse Standardsachen, die im ‹Chutz› sehr gut ankamen, werden wir beibehalten», sagt Oesch. Das Chateaubriand zum Beispiel oder die Olma-Bratwurst. Auch die Öffnungszeiten werden sich ändern – zugunsten der Gäste.

Neu soll es nur noch einen Ruhetag geben, am Sonntag hat der «Chutz» über den Mittag geöffnet. Die neuen Pächter freuen sich über diese Lösung, auf dem Golfplatz gab es gar keine Ruhetage.

Am 7. Februar 2017 wird das Restaurant unter der neuen Herrschaft eröffnen. «Wir wollen dem Chutz wieder einen Namen geben», sagt Rickenbacher. Das Restaurant soll mehr sein als ein Ort, an dem man essen kann. «Wir wollen eine Gaststube sein, ja, eine Stube, in der man sich wohlfühlt.»