Welschenrohr
Voller Einsatz in einem Fabrikgebäude

An der Hauptübung zeigte die Feuerwehr Welschenrohr ihr Können. Kurt Schneeberger feierte als Kommandant sein 20-Jahr-Jubiläum.

Walter Schmid
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Walter Schmid

«Einsatz auf der grossen Bühne», versprach die Welschenrohrer Feuerwehr auf ihrer Einladung zur Hauptübung. Tatsächlich konnten die zahlreichen Zuschauer die gesamte Feuerwehrmannschaft und die Samariter mit ihren Fahrzeugen und dem vielfältigen Material bei ihrer Übung beobachten. Von erhöhter Stelle leitete Feuerwehrkommandant Kurt Schneeberger als Regisseur den Ablauf und erläuterte die einzelnen Aktionen.

Die Annahme ging von einem Brand mit Verletzten in einem Fabrikgebäude aus. Dazu eignete sich das noch leer stehende Gebäude der ehemaligen Firma Avet bestens. So konnte das Publikum auch die Abläufe im Innern des Gebäudes, im dichten Rauch, mitverfolgen.

Mit Sirene und Blaulicht fuhr nach dem Alarm das erste Fahrzeug auf den Brandplatz, und sogleich verlegten die Feuerwehrleute die ersten Leitungen. Ein Atemschutztrupp drang ins Innere vor und suchte nach dem Feuerherd und den Verletzen. Diese wurden geborgen und den Samaritern zur Behandlung übergeben. Nach dem Löschen des Brandes war dann der Spuk bereits vorbei. Rückzug ins Magazin war angesagt, und beim Apéro wurde rege diskutiert.

Präsent zum Jubiläum

Kommandant Kurt Schneeberger konnte nebst Angehörigen, Behördenmitgliedern und Ehemaligen auch Gäste aus benachbarten Feuerwehren begrüssen. Er durfte für seine 20-jährige Tätigkeit als Kommandant ein Präsent von Gemeindepräsident Stefan Schneider entgegennehmen. «Noch ein Jahr und dann ist Schluss,» meinte er nach der Hauptübung.

Nach 26 Jahren Feuerwehrdienst, davon 18 Jahre als Offizier und sechs Jahre als Stellvertreter des Kommandanten wurde Adrian Gunzinger verabschiedet. Armon Strähl mit 25 Jahren und Florian Diemand mit 30 Dienstjahren wurden ebenfalls gebührend geehrt. Folgende Beförderungen wurden vorgenommen: Andreas Rotschi zum Oberleutnant, Daniel Fluri, Thomas Schneeberger und Gregory Müller zum Korporal sowie Gabriel Brunner, Yves Luterbacher, Fabian Nussbaumer, Rolf Schneeberger und Michael Vils zum Gefreiten.

Zu 15 Einsätzen rückten Feuerwehrleute aus. Dabei galt es Wassereinbrüche zu bekämpfen und kleinere Waldbrände zu löschen. Zweimal lag ein Baum auf der Hauptstrasse und zweimal brauchten bewusstlose Menschen Hilfe. Dazu kam ein Autounfall. In all diesen Einsätzen wurden 180 Stunden geleistet, was Soldkosten von 4500 Franken verursachte.