Mümliswil

Vielseitigkeit ist die Stärke des Guldenthaler Jodlerklubs

Der gut besetzte Verein Guldenthaler Jodler bei seinem Konzert in der Pfarrkirche St. Martin.

Der gut besetzte Verein Guldenthaler Jodler bei seinem Konzert in der Pfarrkirche St. Martin.

Die Guldenthaler Jodler ernteten beim Konzert in der Pfarrkirche St. Martin viel Applaus. Sowohl der Chor als auch die verschiedenen Formationen wurden mit lange anhaltendem Applaus zu Zugaben aufgefordert.

Schon der Auftakt zum Konzert in der Pfarrkirche St. Martin in Mümliswil wies darauf hin, wie vielseitig der Anlass der Guldenthaler Jodler sein wird. Sandra Ackermann und Romy Freudiger eröffneten das Konzert mit ihren Panflöten, begleitet von Simon Haefely an der Kirchenorgel. Mit dem Stück «Frühlingszeit» von Felix Kölla setzte diese Formation einen musikalischen Farbtupfer.

Nach der offiziellen Begrüssung des zahlreichen Publikums übergab der Klubpräsident René Vogel das Mikrofon an Adolf Gut, der durch den Anlass führte. Dann zeigten die Gastgeber erstmals ihr Können. Der Komponist Paul Müller-Egger ist in der Szene für seine anspruchsvollen Jodellieder bekannt. Mit «Bärgmorge» meisterten die Jodler diese Herausforderung aber mit Bravour.

Vater und Sohn gemeinsam

Als weitere Gastformation stellte sich das Duett Bernadette Roos-Stadelmann und Markus Röösli mit «I fröi mi» von Ruedi Renggli vor. Mit der Handorgel wurden sie einfühlsam von Heinz Zihlmann begleitet. Das Duett stammt aus dem Entlebuch. Beide singen dort schon seit über dreissig Jahren im Jodlerklub Schüpfheim mit, wobei Bernadette Roos-Stadelmann den Chor sogar leitet. Ihr Können haben sie an zahlreichen Jodlerfesten und anderen Anlässen bewiesen. Auch diesmal hinterliessen sie einen tadellosen Eindruck.

Schon seit mehreren Jahren stehen die Guldenthaler Jodler unter der musikalischen Leitung von Remo Stadelmann. Zusammen mit Andreas Ackermann und Andreas Stalder sang er «es richtigs Fäscht» von Walter Stadelmann-Lötscher. Dieser Komponist ist niemand Geringeres als der Vater des Chorleiters, und er liess es sich nicht nehmen, das Terzett auch gleich selber mit der Handorgel zu begleiten. Das ist eine nicht seltene und darum sehr harmonische Konstellation, wenn dieser Komponist, zusammen mit seinem Sohn, vor Publikum auftritt. Mit Stadelmann-Lötscher scheinen die Guldenthaler Jodler so etwas wie einen eigenen Hauskomponisten gefunden zu haben, denn im Verlaufe des Abends waren noch weitere Stücke von ihm zu hören.

Vielseitigkeit zeichnet aus

Seine Vielseitigkeit bewies der Chor mit einer weiteren Kleinformation aus den eigenen Reihen mit «Uf e Wäg», von Fernand Hostettler komponiert, mit Text vom bekannten Dichter Beat Jäggi. Andreas Ackermann sorgte als Solojodler für einen weiteren Höhepunkt. Mit seiner warmen und klangvollen Stimme erfreute er das Publikum mit dem «Eggli-Jutz». Diesen Naturjodel hat wiederum Walter Stadelmann-Lötscher geschrieben. Auch bei diesem Stück stand er dem Solisten mit seiner Handorgel unterstützend zur Seite.

Mit Genugtuung darf festgestellt werden, dass die Guldenthaler Jodler mit ihrem reichhaltigen Konzert einmal mehr den Geschmack des Publikums getroffen haben. Sowohl der Chor als auch die verschiedenen Formationen wurden mit lange anhaltendem Applaus zu Zugaben aufgefordert. Es bleibt zu hoffen, dass Remo Stadelmann dem Verein noch lange als Chorleiter erhalten bleibt und so für das hohe musikalische Niveau garantiert.

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