Kolumne

Viele Baustellen im Thal

Die Sanierung der Lindenallee in Balsthal wird über ein Jahr dauern. (Archivbild)

Die Sanierung der Lindenallee in Balsthal wird über ein Jahr dauern. (Archivbild)

Wenn man im Thal unterwegs ist oder auch schon nur durch Balsthal fährt, fällt einem auf, wie viele Baustellen es aktuell hat. Besonders gut erkennbar sind die Baustellen auch, wenn man von oben auf Balsthal und das Thal schaut. Sei dies zum Beispiel von der Holzfluh oder vom Turm des Schlosses Neu-­­ Falkenstein. Doch halt! Aktuell ist es schon eine kleine Herausforderung, auf das Schloss Neu Falkenstein zu kommen. Auf dem Weg dorthin ist der Forst am Arbeiten, es muss auf der «Rückseite», ab der Strasse nach Mümliswil, hochgestiegen werden. Auch der schnellste Weg auf die Holzfluh über den Friedhof in Balsthal ist derzeit nicht möglich: die Wasserleitung zum Reservoir wird saniert und man muss schon seit längerer Zeit einen Umweg gehen.

Viele grössere Baustellen werden noch folgen. Dies verraten die vielen Zeitungsberichte, Bauausschreibungen oder Vorbereitungsarbeiten vor Ort. In Balsthal gut ersichtlich sind die Vorbereitungsarbeiten zum neuen Demenzzentrum bei der Lindenallee. Auch wird es bald auf dem ehemaligen Sagi-Areal vorwärtsgehen.

In vielen Quartieren stehen kleinere und grössere Bauprofile, welche Neubauten, meistens Wohnraum, ankünden. Die meisten dieser Baustellen beeinflussen unser tägliches Leben jedoch nur am Rande. Was jedoch jeden Verkehrsteilnehmer beeinflusst, sind Baustellen an Strassen und Werken. Sehr grossen Einfluss wird die Sanierung der Lindenallee mit ihren Werken haben, was über ein Jahr dauern wird. Der Strassenverkehr wird dabei in eine Fahrtrichtung umgeleitet. Bei der Planung der Baustelle wurde klar, dass allein mit Ampeln auf diesem Abschnitt nichts zu machen ist – der Verkehr ist schlicht zu gross. Wie wird dies wohl gelöst, wenn die ebenfalls schon sehr alten Werkleitungen in der Hauptstrasse in der Klus saniert werden müssen?

Andere Baustellen werden nur kurz, dafür heftig sein. So wird zum Beispiel im November die Oensingen-Balsthal-Bahn zwischen Maiacker und Klus die Fahrbahn erneuern. Schon bald wird ein grosser Schotterberg zwischen der Hauptstrasse und dem Bahntrassee im Maiacker unübersehbar sein. Am Bahnhof Balsthal wird zudem die gesamte Fahrleitungsanlage aus dem Jahr 1943 ersetzt. Eine weitere Baustelle wird der Bahnübergang Thalbrücke sein. Die sehr hohe Belastung von Seiten Strasse und Schiene führte dazu, dass der Untergrund instabil wurde und unterspült ist.

Im nächsten Jahr werden an zwei weiteren Eisenbahnverkehrswegen ins Thal grosse Baustellen entstehen. Der Weissensteintunnel wird ab Mitte Juni 2021 für 18 Monate gesperrt, die Fahrpläne der Postautokurse zwischen Gänsbrunnen und Balsthal werden angepasst und mit zusätzlichen Kursen werden Alternativverbindungen eingeführt. Ebenfalls eine grosse Baustelle entsteht mit der Sanierung der Waldenburgerbahn. Ab Ostern 2021 werden die Fahrpläne der Postautokurse von Balsthal Richtung Langenbruck und Waldenburg angepasst.

Nun kann man sich fragen, ob so viel Bauen in einem Naturpark sinn- und zweckvoll ist? Ich bin da der Meinung, dass wenn etwas erneuert oder ersetzt wird, dies zukunftsorientiert und erfreulich ist. Auch gibt es Neubauten, welche gesellschaftlich notwendig sind oder werden, hier denke vor allem an das Demenzzentrum. Neubauten für die Weiterentwicklung einer Region sind ebenfalls notwendig, nur müssen diese gut überlegt sein, damit nicht einfach Land verbaut wird. Ein Mittel dazu sind das räumliche Leitbild und die entsprechenden Ortsplanungen. Die Ortsplanungen werden aktuell in verschiedenen Gemeinden revidiert. In Balsthal lief die öffentliche Mitwirkung bis Mitte Oktober. Ich hoffe, dass es viele sinnvolle und nachhaltige Eingaben gab. Wir sind alle gefordert, nachhaltig und zukunftsorientiert zu bauen.

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