Das schöne Samstagswetter versprach, dass die 15. Ausgabe des Naturpark Märets in Balsthal wiederum ein Publikumsmagnet wird. Tatsächlich flanierten schon ab 9 Uhr die Ersten den Ständen entlang. Zu sehen – vor allem aber auch zu kaufen gab es vieles, was seit Bestehen dieses Marktes inzwischen einfach dazu gehört.

Feines Brot, Käse, Fleischwaren, Teigwaren, Schnäpse und Blumen- und Gemüsesetzlinge aus den Thaler Manufakturen; aber auch Spezielles wie Naturkosmetik, Tee- oder Kräuterkissen, Holz und Lederwaren, Dekorationen – selbstredend alles handgemacht. Für viele Standbetreiber gehört der Markt inzwischen einfach zum Jahresprogramm.

Dieser Markt bietet aber auch insbesondere für Balsthaler Institutionen oder Vereine Gelegenheit, sich zu präsentieren. Diesmal waren die Balsthaler Museen mit einem Stand vor Ort, um die Besucher auf ihre Existenz hinzuweisen. Ein lustiges Konservendosen-Wurfspiel lockte die Passanten an. Der Frauenchor Balsthal verstand es hingegen, sich bei den Marktbesuchern via kulinarischer Verlockungen in Erinnerung zu bringen.

Zum ersten Mal mit dabei war das Repair Café der Reparathal-Gruppe. Hier konnte jedermann lieb gewonnene und aber defekte Haushaltgegenstände oder Textilien hinbringen und von Profis flicken lassen. Es gab die drei Abteilungen Mechanik, Elektronik und Textil. Wer einen Gegenstand mitbrachte, musste zunächst einen Zettel ausfüllen und beschreiben, was er flicken lassen möchte.

Ausser Computer und Velos würde versucht, alles zu reparieren, sagten die Fachleute. Und sie hatten denn auch den ganzen Markttag über genügend zu tun. Meist seien es eher ältere Personen, die ihre Lieblingshaushaltsgegenstände zum Reparieren bringen, wurde erklärt. Und am meisten überrasche die Besucher, dass diese Dienstleistung vollkommen gratis sei – obwohl man natürlich nichts gegen eine kleine Spende habe.

Jurapark Aargau als Gast

Zum ersten Mal präsentierte sich der 2012 ins Leben gerufene Naturpark Aargau mit einem Stand in Balsthal. Die sogenannte «grüne Schatzkammer» bietet Landschaftsjuwelen, Kulturschätze und Steinreichtum. Landschaftsjuwelen sind beispielsweise die blühenden Kirschbäume im Fricktal, der Blick von der Wasserflue oder das von Rebbergen flankierte Schenkenbergertal.

Im Aargau habe man keinen solchen fest platzierten Naturpark Märet im Programm, erklärte Stefanie Platzer, Produktmanagerin beim Naturpark Aargau. «Wir präsentieren uns immer wieder an verschiedenen Orten in unserem Naturparkgebiet, indem wir an grösseren Dorffesten einen Stand aufbauen. Dieses Jahr sind wir beispielsweise in Zeiningen zu Gast.»

Die Thaler Besucher zeigten sich interessiert für ihren Naturpark, insbesondere für die Weindegustation, meinte die Aargauerin lachend.

Buntes Programm für Kinder

Wie jedes Mal, wurde auch für die Kinder am Naturpark Märet viel geboten. Neben dem beliebten Streichelzoo wurden erstmals Lamas und Alpakas durch den Märet geführt. Musikalische Unterhaltung und die dem Anlass angepassten Angebote der Aussenwirtschaften des Hotel Balsthal und des Restaurants Eintracht liessen auch die vielen angereisten Heimweh-Balsthaler einen schönen Tag in der Thaler Metropole verbringen.