Matzendorf

Verzögerungen auf der Coop-Baustelle sorgen für Gemunkel im Dorf

Blick aus südlicher Richtung auf das Gelände des ehemaligen Landgasthofs Sonne.

Blick aus südlicher Richtung auf das Gelände des ehemaligen Landgasthofs Sonne.

Der Neubau für den Coop-Laden in Matzendorf soll erst Ende Jahr stehen. Derweil geht im Dorf das Gerücht um, Coop und Bauherrschaft seien am Projekt nicht weiter interessiert. Der Projektleiter weiss die Gerüchte jedoch zu entkräften.

Den ersten Plänen zufolge müsste der neue Coop-Laden in Matzendorf bereits seit vergangenem Frühling in Betrieb sein. Nach neueren Plänen im kommenden Herbst. Doch auf dem Gelände, wo der Gasthof Sonne abgebrochen worden und der Neubau geplant ist, tut sich schon seit längerem nichts mehr. Dafür nimmt das Gemunkel in Dorf und Umgebung zu, die Sache sei wohl der Bauherrschaft oder Coop verleidet.

Blick auf den Coop-Neubau im Modell aus derselben Richtung.

Blick auf den Coop-Neubau im Modell aus derselben Richtung.

«Wir wissen von diesen Gerüchten. Aber das sind wirklich nur Gerüchte», versichert Pietro Abbondio, Projektleiter bei der Bauherrschaft Fluri Real Estate AG, Cham. «Es gibt handfeste Gründe für die Verzögerung, an der wir auch keine Freude haben. Wir setzen alles daran, dass Anfang Februar nächsten Jahres der neue Coop-Laden aufgeht.»

Es sei nicht die Art von Guido Fluri, ein Engagement anzusagen, dann aber nicht durchzuziehen. Abbondio weist darauf hin, dass Fluri Real Estate in Matzendorf letztlich gut acht Millionen Franken investiert haben wird für das «kulturelle Engagement», wie es genannt wird. Will heissen, Fluri kommt für alles auf und stellt damit sicher, dass die Betreiber schuldenfrei starten können. Zudem steht der «Sternen»-Saal den Vereinen gratis zur Verfügung (siehe «Sonne» und «Sternen»).

Einige Zusatzschleifen

Der Projektleiter betont, dass die Zusammenarbeit mit der Gemeinde einwandfrei sei. Die Verzögerungen habe es gegeben, weil «wir an Stufen gestossen sind und dann einige Zusatzschleifen machen mussten. Zum Beispiel tauchte auf einmal die Forderung nach einem Gestaltungsplan auf. Das brauchte Zeit, die kantonalen Behörden davon zu überzeugen, dass dies nicht gerechtfertigt ist.»

Dann kam ein Landabtausch hinzu, damit der Kanton neben dem Neubau ein Trottoir erstellen kann, das den Vorschriften entspricht. Ferner gabs Neuerungen bei Coop, weil während der Planung Zuständigkeiten gewechselt haben.

Baubewilligung wäre vorhanden

Ferner befindet sich im Untergrund des Areals eine Zivilschutzanlage. Für deren Zu- und Ausgang konnte erst, nachdem die Liegenschaft «Sonne» rückgebaut worden war, eine sinnvolle Lösung gesucht werden.

Eine gültige Baubewilligung habe bereits im Juli vorgelegen, sagt Pietro Abbondio, die aber nichts genützt habe, weil die feuerpolizeilichen Auflagen nicht auf dem neuesten Stand waren. «Das wiederum verursacht Änderungen bei der Submission und somit Zeitverlust.»

Beim Neubau handelt es sich eine eingeschossige Holzkonstruktion (siehe Foto vom Modell). Man werde demnächst die Arbeiten vergeben können und sei – Stand heute – zuversichtlich, dass im Herbst mit dem Bau begonnen und auf Januar der Bau an Coop übergeben werden kann fürs Einrichten.

«Die Umgebung kann allerdings erst im Frühling definitiv gestaltet werden», erklärt Pietro Abbondio. Was mit dem bisherigen Coop-Laden im Erdgeschoss des Gasthofs Sternen geschehen wird, sei derzeit noch offen. Naheliegend wäre, die Räume zu vermieten.

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