Gemeindepräsident Bruno Born begrüsste 21 Stimmberechtigte zur ordentlichen Gemeindeversammlung. Erstes Geschäft der reich befrachteten Traktandenliste war die Genehmigung des räumlichen Leitbildes 2040. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision wurde vor gut einem Jahr an einer Zukunftskonferenz dieses Dokument erarbeitet.

Born stellte die wichtigsten Leitsätze vor, welche die Einwohner von Aedermannsdorf definiert haben. Die Versammlung genehmigte das Leitbild einstimmig. Ebenso genehmigt wurde die Statutenänderung des Zweckverbandes ARA Falkenstein, worin es um Finanzkompetenzen im Vorstand, Delegiertenversammlung und Gemeinden geht.

Leitgemeindenmodell

Mit dem neuen Vertrag über den Bevölkerungsschutz der Region Thal-Gäu werden die beiden bestehenden Zivilschutzorganisationen in den beiden Bezirken per 1. 1. 2020 zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss kommt zustande, weil die Region Thal nicht die vom Bund geforderte Bevölkerungszahl von 20'000 Personen zählt. Der Vertrag wurde von den Stimmberechtigten kommentarlos genehmigt. Ebenfalls genehmigt wurde der Vertrag zwischen den Musikschulen Aedermannsdorf und Matzendorf.

Diese fast seit vierzig Jahren bewährte Zusammenarbeit soll in einem Vertrag und dazugehörendem Reglement neu festgeschrieben werden. Die Musikschule Hinteres Thal, wie sie nun heisst, umfasst die Gemeinden von Matzendorf bis Gänsbrunnen und wird neu im Leitgemeindemodell geführt. Dabei wird Matzendorf als Leitgemeinde auftreten. Alle angeschlossenen Gemeinden haben Einsitz und Mitspracherecht in der Musikschulkommission, Budget und Rechnung werden von der Gemeinde Matzendorf bestimmt. Die Elternbeiträge bestimmt jede Vertragsgemeinde selber.

Gesunde Finanzen

Für die Vorlage und Genehmigung der Rechnung 2018, übergab Born nach kurzer Einführung das Wort an die Finanzverwalterin Sandra Bürki. Sie erläuterte den Anwesenden grössere Abweichungen der Erfolgsrechnung. Es ist vor allem höheren Steuereinnahmen aus vergangenen Jahren (105'500 Franken) sowie Einsparungen der Feuerwehr Mittelthal (21'000 Franken) und genereller Budgettreue zu verdanken, dass der Abschluss einen Ertragsüberschuss von 203'000 Franken aufweist. Hätte man nicht zusätzliche 33'250 Franken für die Sozialhilfe aufwenden müssen, wäre der Abschluss gar noch besser ausgefallen. Vom positiven Ergebnis genehmigte die Versammlung zusätzliche Abschreibungen von 79'000 Franken, sodass schlussendlich 123'480 Franken dem Eigenkapital zugeschrieben werden konnten.

Investiert wurden im vergangenen Jahr netto 251 367 Franken, davon 46'160 Franken für die Spezialfinanzierungen. Die Nettoschuld pro Einwohner konnte wiederum um 300 auf 1'180 Franken pro Kopf gesenkt werden. Die Spezialfinanzierungen Wasser Kehricht schlossen ebenfalls positiv ab, bei der Abwasserversorgung musste man mit 14 800 Franken auf das Eigenkapital zugreifen.

Die Rechnung 2018 der Forstbetriebsgemeinschaft Hinteres Thal schliesst trotz schwierigem marktwirtschaftlichen Umfeld mit einem Ertragsüberschuss von 31'990 Franken ab. Die Gemeindeversammlung genehmigte die Rechnung 2018 einstimmig. (rfa)