Bereits im Januar 2018 hat der Gemeinderat Mümliswil einer Kostenbeteiligung an die Verkehrsanbindung Thal zugestimmt. Er erachtet ein neues Verkehrsregime in der Klus als dringend und schon lange als überfällig, weshalb er nun einstimmig einen Verpflichtungskredit von 604'384 Franken zuhanden der Gemeindeversammlung bewilligt. Der Beitrag kommt direkt der Gemeinde Balsthal zu Gute und die Zahlung erfolgt in zehn gleichmässigen Jahresraten. Die erste Rate wird im Jahr des Baubeginns fällig, frühestens aber im Jahre 2021.

Gute Noten für den Naturpark

Der zehnjährige Naturparkvertrag mit den Thaler Gemeinden läuft aus und die Region muss beim Bund das Gesuch um Erneuerung des Parklabels beantragen. Der Gemeinderat liess sich von der Geschäftsführerin des Vereines Region Thal, Ines Kreinacke, informieren. Der Rat hat die bisherigen Leistungen gewürdigt und festgestellt, dass der Naturpark Thal sehr zur Imageverbesserung der Region beigetragen hat. Mit Freude hat er auch zur Kenntnis genommen, dass das Naturparkteam aktiv und motiviert arbeitet. Deshalb wurde einstimmig beschlossen, auch in der nächsten Periode wieder dabei zu sein. Der abschliessende Entscheid liegt dann bei der Gemeindeversammlung.

Die vom Gemeinderat eingesetzt Arbeitsgruppe Immobilien hat die Resultate ihrer Arbeit präsentiert. Sie beinhaltet auch die Energiedatenauswertung der Grossanlage Brühl seit der Sanierung im Jahre 2013. Unter dem Strich konnte eine Einsparung beim Gesamtwärmeenergiebedarf von 40 Prozent erreicht werden. Geplant war eine solche von 14 Prozent. Wegen Vernässung hat die Isolation beim Flachdach die Wirkung verloren. Eine Flachdachsanierung ist unumgänglich, was eine Investition von rund 900 000 Franken auslöst. Diese prioritäre Massnahme soll im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Wird keine neue Halle geben

Der Wunsch nach einer Halle, die für sportliche Aktivitäten wie auch für grosse Festanlässe genutzt werden kann, wurde schon seit längerem von verschiedener Seite geäussert. Die ARG Immobilien hat sich damit befasst und dem Gemeinderat eine Variante Mini und eine Variante Maxi präsentiert, beide östlich des Bildungstrakts Brühl mit Verbindung zur Aula-Küche, ausgestattet mit Galerie, Duschen, WC, Umkleideräume und so weiter. Die Variante Mini böte bei Konsumationsbestuhlung 240 Sitzplätze, die Variante Maxi deren 720. Beide Varianten verursachen hohe Investitionskosten, Mini rund 3.2 Mio. Franken, Maxi rund 6.1 Mio. Franken sowie jährlich sehr hohe wiederkehrende Kosten. Die Ansprüche der Gemeinde könnten nur mit der Maxi-Variante erfüllt werden. Der Rat stufte das Projekt deshalb aus finanzieller Sicht als unrealistisch ein. Die Gemeinde kann sich eine neue Halle schlichtweg nicht leisten. Das Projekt wird deshalb nicht weiter verfolgt.(MGT)