Oensingen
Verkäufer der Liegenschaft Utz zieht sich kurzfristig aus Geschäft zurück

Die Gemeindeversammlung der Bürgergemeinde Oensingen hat einerseits den Voranschlag für das Jahr 2019 gutgeheissen und zu allen Einbürgerungsgesuchen ja gesagt. Der Kauf einer Liegenschaft hingegen musste vertagt werden.

Bruno Heiniger
Drucken
Teilen
Bürgergemeinde Oensingen

Bürgergemeinde Oensingen

Bruno Heiniger

Beinahe wäre das Sitzungszimmer im Werkhof der Bürgergemeinde zu klein gewesen, folgten doch 37 Bürgerinnen und Bürger, dazu Förster Robert Graber, der Einladung des Bürgerrats Oensingens. Bürgerpräsident Remo Liechti zeigte sich erfreut über den grossen Aufmarsch und das Interesse. Traktandiert waren sowohl das Budget für das kommende Jahr sowie diverse Einbürgerungsgesuche, die allesamt einen positiven Ausgang nahmen.

Über das Kaufgeschäft der Liegenschaft Utz konnte hingegen nicht abgestimmt werden. Die Bürgergemeinde hatte vor rund dreizehn Monaten erstmals Kontakt mit dem vermeintlichen Verkäufer, dessen Liegenschaft an der Hauptstrasse liegt. Einen Tag vor dem Versammlungstermin gab es via Telefon einen doch etwas überraschenden Rückzug durch Herrn Utz mit der Begründung, er wolle mit dem Verkauf noch zuwarten.

Wenn es dann jedoch soweit sei, werde nur die Bürgergemeinde die Parzelle GB 705 erwerben können. Diese besondere und kurzfristige Meinungsänderung des Verkäufers führte zu Diskussionen. In die Runde wurde gar geworfen, von einem Kaufgeschäft ganz abzusehen. Diesem Antrag wurde jedoch nicht stattgegeben. Stattdessen gab die Versammlung dem Bürgerrat die Kompetenz, zum entsprechenden Zeitpunkt das Geschäft zu tätigen.

Knapper Ertragsüberschuss

Für das Zahlenpaket war Verwalter Reto Bobst zuständig, der über ein erfreuliches Budget orientieren konnte. Vor dem eigentlichen Budgetteil hatten die Versammlungsteilnehmer jedoch noch über Investitionen zu befinden.

Nebst dem Kreditbegehren zum Kauf der Liegenschaft Utz stehen die weiteren Begehren für Planungskosten Umbau Roggen sowie Planungskredit für Erweiterung Archiv Werkhof zur Abstimmung bereit. Als viertes Investitionsgeschäft sieht man zudem die Anschaffung eines neuen Traktors für die Forst vor. Dem ganzen Investitionsvolumen von 985 000 Franken wurde diskussionslos zugestimmt.

Das Budget 2019 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von knapp 880 000 Franken. Dabei sehen die Bereiche Grubenfonds, Energiezentrum und Innerstoffdeponie Topergebnisse vor, aber auch der Werkhof und die Forst sollen beide mit positiven Zahlen abschliessen. Dank diesen gut verlaufenen Dienstbereichen können die budgetierten Verluste in der Bürgerrechnung sowie Bürgerhaus und Roggenberg aufgefangen werden.

Über jedes der neun Einbürgerungsgesuche von 16 Personen wurde einzeln abgestimmt. Da im Vorfeld schon alle Abklärungsvorgänge positiv verlaufen sind, ist auf Vorschlag des Bürgerrates durch die Versammlung allen Gesuchstellern das Oensinger Bürgerrecht zugesichert worden.

Verschiedenes zum Schluss

Liechti sprach einen speziellen Dank an Reto Bobst aus, dem Initiator der Wanderkarte «Chum uf e Rogge» und übergab ihm ein Präsent für diese immense Arbeit. Weiter orientierte der Vorsitzende in kurzen Sätzen über die neuen Holz-Tore bei den beiden Eingängen im Schloss-Wäldli als Schenkung an die Stiftung Schloss Neu Bechburg, über das eingetroffene Urteil vom Bundesgericht zum Fall Roggenstrasse, über die bevorstehende Erweiterung zum Kiesabbau im Aebisholz, der Inbetriebnahme der Innerstoffdeponie seit diesem Herbst und Anpassungen in der DGO.

Des Weiteren ist die Bürgergemeinde auch involviert in Abklärungen mit der Erhöhung der Lärmschutzwand an der A1, verbunden mit einer Fotovoltaikanlage. Dazu hat der Bürgerrat bereits einen Betrag für erste Planungskosten gesprochen. Mit einer Firma in dieser Sparte ist man in Kontakt.

Aktuelle Nachrichten