An der Delegiertenversammlung des Vereins Region Thal erfuhren die Delegierten viel Positives über das verflossene Vereinsjahr. Ein leuchtendes Beispiel dazu war die Eröffnung des Holzweges im vergangenen Herbst. Es wurde aber auch nicht verschwiegen, dass 2015 ein grosser Sturm zu überstehen war. Richard Bolli habe ebenfalls im Herbst als Leiter Naturpark überraschend gekündigt und das Schiff rasch verlassen. Weitere Abgänge und Ausfälle hätten die Mannschaft nochmals geschwächt. 

Michael Bur führt seit September 2015 den Naturpark als Leiter ad interim und arbeitet gleichzeitig als Projektleiter weiter. In seinem Jahresbericht schreibt er: «Alle Verbliebenen haben sich spontan und unkompliziert eingesetzt, damit unser Schiff nicht untergeht.»

Bernhard Studer, Geschäftsführer und Bruno Born, Präsident von Region Thal gaben bekannt, der Vorstand habe beschlossen, die Organisation der Geschäftsstelle zu überarbeiten. Die Strukturen sollen vereinfacht und die Kommunikation nach aussen müsse optimiert werden. Studer stellte das Modell einer möglichen, neuen Regionalentwicklung vor.

Abteilung Nachhaltige Entwicklung wurde aufgelöst

Bruno Born verwies auf seine Aussagen im Vorwort des schriftlichen Jahresberichts. Darin wird unter anderem erwähnt, dass sich die Tätigkeiten des Vereins Region Thal künftig auf das Thal konzentrieren sollen. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, die Mandate von Kanton und Dritten im Bereich Nachhaltige Entwicklung nicht mehr weiterzuführen.

Diese Abteilung wurde auf Ende 2015 bei Region Thal aufgelöst. Die Leitung hatte Patrick Bussmann inne. Er verliess den Verein Region Thal ebenfalls und gründete eine eigene Firma. Als sehr positiv wertete Born die Eröffnung des Holzweges, die Weiterführung des Naturpark Märets, die Arbeitseinsatze der Kreisschule für die Thaler Natur, die Umsetzung des Förderprogramms Weiher, der Naturparkbus, die Kulturtage und die Finanzen.

Die Erfolgsrechnung 2015 schliesst bei einem Ertrag von 1,565 Mio. Franken und einem Aufwand von 1,590 Mio. Franken mit einem Defizit von rund 24 500 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von rund 74 500 Franken.

Die wesentlichsten Abweichungen sind auf ein besseres Ergebnis im Bereich Naturpark, auf weniger Erträge im Bereich Nachhaltige Entwicklung und starke Einsparungen bei den Personalkosten zurückzuführen. Die Jahresrechnung wurde von den Delegierten einstimmig genehmigt.

«Wo ein Wille ist, ist auch ein Holzweg»

Bernhard Studer stellte Geleistetes und Zukünftiges in den Bereichen Kommunikation, Wirtschaft, Raumplanung, Verkehr, Tourismus, Natur-und Landschaft, Kultur, Energie und Gesellschaft vor. Er verwies auch auf die Mandate für «so natürlich», für das Museum Haarundkamm und die Thaler Jugendarbeit.

Begeistert wie die zahlreichen Besucher äusserte sich Studer zum Holzweg. «Das ist ein Musterbeispiel dafür, wie Kooperation im Thal funktioniert», so Studer. Dieses Projekt sei nur möglich gewesen dank hohem Engagement, Kompetenz und Wille aller Beteiligten. In Abänderung einer Redewendung fasste Studer den Werdegang des Projekts so zusammen: «Wo ein Wille ist, ist auch ein Holzweg.»

Michael Bur konnte am Schluss verschiedene «Chrampfer», welche im Naturpark uneigennützige Freiwilligenarbeit leisten, mit einer kurzen Laudatio und einem Präsent ehren. Zu diesen gehören: René Probst, Hugo Roth, Karl Christen, Max Rütti, Judith Hafner, Philipp Tschan und Peter Geissbühler.

Nationalrat Stefan Müller orientierte kurz über die Lancierung der Aktion «Schwellenwert». Für 10 Franken kann man symbolisch eine von 6168 Schwellen erwerben. Die Einnahmen kommen dem Komitee «Weissensteintunnel erhalten» zugute.