Klus-Balsthal
VCS lehnt Projekt Klus-Umfahrung ab

Das vom Kanton Solothurn vorgestellte Projekt «Verkehrsentlastung Klus» weise keine innovativen Konzepte auf. Ein Grund dafür, warum die Sektion Solothurn des Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) das Projekt ablehnt.

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Projekt «Verkehrsentlastung Klus»
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Die gepunktete Linie zeichnet die aktuelle Kantonsstrasse durch die Klus, sie ist für den Langsamverkehr und die Busverbindung vorgesehen. zvg
Das Trassee Nord: Am linken Bildrand beginnt in der Mitte die neue Strecke, führt am Augstbach entlang, vorbei an den Mehrfamilienhäusern und mündet in den neuen Kreisel bei der «Thalstation».
Der Viadukt über Parkplatz, Geleise und Dünnern wird so schlank wie möglich in Stahl und Beton konstruiert.
Tunnelportal Nord mit Unterführung

Projekt «Verkehrsentlastung Klus»

Illustration zvg

«Die Sektion Solothurn, des Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) vermisst innovative Konzepte des kombinierten Verkehrs und befürchtet eine starke Zunahme des Durchgangsverkehrs, insbesondere des Schwerverkehrs, wenn die Verkehrskapazität in der Klus im geplanten Masse erhöht werden sollte.» So lautet die Kernaussage der Stellungnahme, die der VCS am Donnerstag abgegeben hat.

Anstelle des Projekts für eine «enorm teure Umfahrungsstrasse» hätte der VCS eine Entwicklungs-und Mobilitätsstrategie für das ganze Thal erwartet. Mit der Beschränkung auf das Projekt «Umfahrung Klus» (der Kanton hat das Projekt vor einiger Zeit in «Verkehrsentlastung Klus» umbenannt) werde diese Chance einer koordinierten und zukunftsgerichteten Verkehrsplanung verpasst.

«Mit deutlich geringeren Kosten»

«Es ist für den VCS inakzeptabel, dass heutzutage bei solchen Projekten einzig die Beschleunigung des motorisierten Individualverkehrs im Fokus steht», schreibt der VCS weiter und schlägt demgegenüber vor, die Anbindung des Thals an das Mittelland mit einem innovativen Konzept für den öffentlichen Verkehr (ÖV), verknüpft mit Park&Ride-Anlagen (P&R) zu realisieren.

Konkret: Der ÖV sei mindestens zu den Hauptverkehrszeiten auf der Strecke Oensingen–Balsthal–Thalbrücke ganz auf die Schiene zu verlegen. Mit dieser durch einen modernen Shuttlezug zu realisierenden Verbindung würden alle Busspuren zwischen Oensingen und Thalbrücke überflüssig. Bei der Thalbrücke könnte eine Drehscheibe für den Personenverkehr entstehen mit Busbahnhof, P&R- und Bike&Ride-Anlagen (B&R).

Ein solches Konzept bewirke eine Reihe von positiven Effekten: «Die ÖV-Anschlüsse in Oensingen werden verbessert. Da tagsüber keine Busse mehr zwischen Oensingen und Thalbrücke fahren, entfallen die Busspuren.» Durchgehende Radwege würden ermöglicht, was für kürzere Strecken die Benützung des Velos fördere. Ferner werde der Bahnübergang Thalbrücke nicht mehr wegen Personenzügen geschlossen, Rückstaus würden ausbleiben. Die vorgeschlagenen Alternativen könnten zudem mit deutlich geringeren Kosten umgesetzt werden. (mgt)