Wangen
Unterer Kantonsteil wird nun von Wangen aus gesalzt

In diesen Tagen werden unterhalb des Viadukts in Wangen die beiden neuen Salzsilos für den Unterhalt der Kantonsstrassen im unteren Kantonsteil aufgestellt. In den kommenden Jahren soll dort auch der neue Werkhof des Kreisbauamts II entstehen.

Karin Schmid
Drucken
Teilen
In den letzten Tagen wurden die verschiedenen Teile der beiden neuen Salzsilos auf dem Baustellenboden zusammengestellt. Fotos: Bruno Kissling

In den letzten Tagen wurden die verschiedenen Teile der beiden neuen Salzsilos auf dem Baustellenboden zusammengestellt. Fotos: Bruno Kissling

Mitte 2013 war das Bauprojekt mit zwei Salzsilos und Soleaufbereitung beim ERO-Kreisel in Wangen erstmals profiliert. Nachdem sich die Gemeinde beim Kanton bezüglich Standort durchsetzte – er wollte die Silos vollständig sichtbar direkt beim Kreisel hinstellen –, genehmigte die Wangner Baukommission dem Kanton zwei notwendig gewordene Ausnahmebewilligungen. Bei der einen ging es um die Höhe der neuen, je 300 Kubikmeter fassenden Silos. Mit 16.40 Metern überschreiten diese die für Bauten in der Gewerbezone 1 gesetzlich zulässige Höhe von 10.50 Metern massiv. Bewilligt wurde auch der nur zwei Meter breite Abstand zwischen den Silos und dem Soletank. Diese Ausnahmen sind nach Aussagen von Theo Frei, Leiter Kreisbauamt II des Kantonalen Amts für Verkehr und Tiefbau (AVT), systembedingt – und haben dazu praktische Gründe. «Wir wollten dort 600-Kubikmeter-Silos hinstellen. Ausserdem macht es von Arbeitsablauf her Sinn, wenn die Lastwagen nicht noch viel herumfahren müssen, wenn sie Salz und Sole auftanken wollen.»

Laut Frei ist man seit gut einer Woche dabei, «die Silo-Teile auf die Baustelle zu bringen und sie am Boden zusammenzustellen». Der eigentliche Aufbau der Silos passiert innert drei Tagen. Nach dem Aufbau der Auslasskegel und der Stahlstützen wird am Freitag das Fass, der eigentliche Körper, darauf montiert.» Während die Salzsilos am Freitag stehen, folgt die Soleaufbereitung gemäss Frei zu einem späteren Zeitpunkt. Ziel ist eine Inbetriebnahme der Anlage auf den Beginn des kreisbauamtlichen Winterdienstes am 1. November hin.

Auch der Werkhof zieht um

Mit dem Siloneubau unterhalb des Viadukts ist auch der Umzug des kreisbauamtlichen Werkhofs von Härkingen nach Wangen verknüpft. Nach Angaben von Theo Frei ist vorgesehen, nach dem Silobau das Feldschlösschen-Bürogebäude abzubrechen und auf das im Rahmen der ERO-Realisierung vom Kanton erworbene Areal – die Rampe vom Kreisel auf das Viadukt – den neuen Werkhof des Kreisbauamts II zu bauen. «Wir wollen alles an einem Standort haben.»

Das Kreisbauamt II ist laut Frei «an der Planung des neuen Werkhofs in Wangen». Wunsch und Ziel wäre eine Realisierung in den nächsten drei Jahren. Was in Zukunft mit dem bisherigen Gebäude und Grundstück in Härkingen passiert, ist zum jetzigen Zeitpunkt laut dem stellvertretenden Kantonsbaumeister Guido Keune vom zuständigen Hochbauamt noch unbestimmt.

Aktuelle Nachrichten