Oensingen
Unerwartete Lösung für Doppelkindergarten ist in Sicht

Für das Platzproblem im Kindergarten in Oensingen zeichnet sich eine Lösung ab, im Bereich Soziales gibts eine neue Stelle, und beim Wasserleitungsdebakel Sternenweg ist Aufklärung in Sicht.

Alois Winiger
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Geht es nach Plan, entsteht hier ein Neubau, in dem 2015 der Kindergarten einziehen kann.

Geht es nach Plan, entsteht hier ein Neubau, in dem 2015 der Kindergarten einziehen kann.

Hanspeter Bärtschi

Die Geschäftsprüfungskommission nahm sich bekanntlich dem Debakel an, das sich wegen des Wasserleitungsersatzes im Sternenweg ergeben hatte. Nun war der in Aussicht gestellte Untersuchungsbericht an der Gemeinderatssitzung vom letzten Montag traktandiert.

Allerdings ging es vorerst nur darum, wie die Öffentlichkeit über den Inhalt informiert werden soll.

Der Rat beschloss, den Bericht in die Botschaft zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 17. März einzufügen und gleichzeitig auch die Stellungnahme des Gemeinderats.

Neue Situation für die Gemeinde

Ein wesentliches Geschäft an der erwähnten Versammlung wird die Lösung für den dringend benötigten Kindergarten sein. Als Übergangslösung kann der leer stehende Verkaufspavillon beim Leuenfeld samt Umfeld gemietet werden. Nun zeichnet sich wenige Meter nebenan eine definitive Lösung an.

Die Schmid Immobilien AG will rechts vor dem Eingang in den Wohnpark ein weiteres Mehrfamilienhaus erstellen. Darin kann sich die Gemeinde einmieten und einen Doppelkindergarten einrichten. Die Mietvariante sei Neuland für die Gemeinde, wurde im Rat erwähnt. Doch wie Georg Schellenberg, Ressortleiter Bildung und Familie vorrechnete, komme dies günstiger als ein Neubau durch die Gemeinde, nämlich um rund 26 000 Franken pro Jahr. Gerechnet wird mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 101 224 Franken, was einem Investitionsvolumen von 1,23 Mio. entspreche.

Ein eigener Neubau dagegen käme inklusive Land auf 2,5 Mio. zu stehen. «Was geschieht mit den Räumen, wenn die Kinderzahl in einigen Jahren wieder zurückgeht, so wie es der Schulraumplanung zu entnehmen ist?», fragte Gemeinderat Christian Müller. Die Schule habe permanent Platzbedarf, lautete die Antwort.

Der Rat stellte sich schliesslich einstimmig hinter das Vorhaben und wird einen Investitionskredit von 360 000 Franken für die Einrichtung des Kindergartens (inklusive Provisorium) beantragen. Hinzu kommt die erwähnte Jahresmiete für eine Dauer von vorerst zehn Jahren mit Option für Verlängerung. Läuft alles nach Plan, so sollte der neue Kindergarten ab Oktober 2015 bezugsbereit sein.

50-Prozent-Stelle im Sozialbereich

Schule, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Ressort Soziales im Gemeinderat, Pro Senectute und Kirchen – alle diese Institutionen sind in den Bereichen Bildung und Soziales aktiv, jedoch zu wenig vernetzt.

So wird es in einem Bericht zum Konzept für Familie, Gesellschafts- und Sozialentwicklung festgestellt. Um dies sicherzustellen hat der Gemeinderat ein 50-Prozent-Pensum «Stabsstelle Soziales» bewilligt. Im Budget 2013 ist bereits ein 30-Prozentpensum enthalten, aufgrund der verkürzten Anstellungsdauer sind keine zusätzlichen finanziellen Mittel nötig.