Amtsgericht
Unaufmerksamkeit wird für einen Jaguar-Fahrer ziemlich teuer

Das Amtsgericht Thal-Gäu verurteilte einen 29-jährigen Serben, wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln durch Mangel an Aufmerksamkeit, zu einer Geldstrafe von 10'800 Franken.

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Der Beschuldigte wurde zu einer Geldstrafe von einer Gesamtsumme von 10'800 Franken verurteilt. (Symbolbild)

Der Beschuldigte wurde zu einer Geldstrafe von einer Gesamtsumme von 10'800 Franken verurteilt. (Symbolbild)

Keystone

Ein 29-jähriger Serbe mit Wohnsitz im Kanton Luzern war am 17. März 2017 um 2.25 Uhr mit einem Jaguar auf der Expressstrasse in Egerkingen unterwegs. Allerdings war der Mann wohl nicht nur mit dem Fahren des Autos beschäftigt, als er links in die Autobahneinfahrt abbiegen wollte.

Dieses Manöver endete in einem spektakulären Unfall, weil der Serbe mit Niederlassungsbewilligung C den Anhänger eines auf der Expresstrasse entgegenkommenden Lieferwagens übersah und deshalb zu früh losfuhr. Dabei kam es zu einer heftigen Kollision mit dem Anhänger des vortrittsberechtigten Lieferwagens, welcher in der Folge auf die rechte Seite kippte und dabei vom Lieferwagen abgehängt wurde.

Grobfahrlässig gehandelt

Die Staatsanwaltschaft beurteilte das Manöver des Jaguar-Fahrers als grobe Verletzung der Verkehrsregeln durch Mangel an Aufmerksamkeit. Durch sein Verhalten habe der Mann eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer dargestellt, wie etwa für seine Beifahrerin oder für den Lenker des Lieferwagens. Der Beschuldigte habe zumindest unbewusst grobfahrlässig gehandelt, so die Staatsanwaltschaft im am 8. Januar 2018 ausgestellten Strafbefehl.
Verurteilt wurde der Serbe zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 60 Franken, woraus eine Gesamtsumme von 10'800 Franken resultiert.

Straferhöhend waren neben der erwähnten groben Verletzung der Verkehrsregeln durch Mangel an Aufmerksamkeit die Missachtung des Vortrittsrechts sowie das Fahren ohne Fahrausweis. Erschwerend kam hinzu das Fahren eines Motorfahrzeuges unter Betäubungsmitteleinfluss, nämlich Cannabis, im Oktober 2017 im aargauischen Neuenhof. Zudem wurden dem Beschuldigten die Verfahrenskosten von 1367 Franken auferlegt.

Rechtskräftig, da nicht erschienen

Gegen die Höhe der Geldstrafe hatte der Serbe bei der Staatsanwaltschaft Einsprache erhoben. Zur am Mittwoch vor Amtsgericht Thal-Gäu angesetzten Verhandlung erschien der Mann allerdings nicht, womit der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Rechtskraft erlangt. (eva)

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