Er wurde bereits als «grösster Kreisel des Kantons» bezeichnet und gab in Oensingen schon einiges zu reden: der geplante Kreisel bei der Autobahnausfahrt. Dieser soll einen Durchmesser von 70 Metern haben und zweispurige Ein- und Ausfahrten beinhalten. In der Ost-West-Richtung wird er Bestandteil der Entlastung Oensingen, die von Oberbuchsiten bis Niederbipp führen soll. In der Nord-Süd-Richtung soll er die Industriezonen erschliessen. Dies ist abgestimmt mit dem Sechs-Spur-Ausbau der Autobahn A1 zwischen Lauterbach und Härkingen sowie dem zukünftigen Autobahnanschluss Oensingen.

Eingaben zu Grossprojekt

Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens gingen sieben Eingaben zu dem Projekt ein. Der Gemeinderat hat diese besprochen und an der Gemeinderatssitzung anfangs diese Woche den Bericht zu den Erschliessungsplänen Vebo-Knoten und Knoten Dünnernstrasse sowie der Langsamverkehrsverbindung Werkhofstrasse–Sportplatzweg freigegeben. Unter anderem wurde das Projekt als «Protzlösung» oder als «überdimensioniert» bezeichnet. Die Bevölkerung sorgt sich beispielsweise um diverse Gebäude, die dem neuen Kreisel weichen müssen. Dies betrifft beispielsweise die Liegenschaft an der Dünnernstrasse 21. Der Gemeinderat werde aber in allen Fällen Gespräche mit den Eigentümern der Liegenschaften führen. Auch eine Verschiebung des Knotens sei nicht realisierbar. Das Projekt wurde geprüft und die vorgestellten Pläne seien die bestmögliche und sinnvollste Variante.

Auch befürchten die Eingebenden, dass der Ausbau der Autobahn eine Abnahme des Verkehrs auf dem Strassennetz zur Folge habe, weshalb sich das Projekt in diesem Rahmen erübrigen würde. Der Gemeinderat hielt zu diesem Punkt aber fest, dass das Projekt auf den Verkehrsprognosen des kantonalen Amts für Verkehr und Tiefbau und des Bundesamts für Strassen beruhe und der Ausbau der Autobahn keine signifikante Reduktion des Verkehrs im Bereich Knoten Dünnernstrasse bewirken wird. Eine Eingabe der VEBO, welche von dem Projekt persönlich betroffen ist, bittet um Lärmschutzmassnahmen. Die Lärmimmissionen werden überprüft, verspricht der Gemeinderat.