Egerkingen

Über die Hälfte der Steuersünder reagiert auf den Drohbrief

Über die Hälfte der säumigen Steuerzahler hat sich bereits gemeldet. (Symbolbild)

Über die Hälfte der säumigen Steuerzahler hat sich bereits gemeldet. (Symbolbild)

Die Gemeinde Egerkingen griff zu einer unkonventionellen Bestrafung von säumigen Steuerzahlern. Man drohte ihnen sie öffentlich an den Pranger zu stellen. Bisher wurden 68 Briefe verschickt und über die Hälfte hat sich bereits gemeldet.

In einem Brief, den die Gemeinde letzte Woche verschickte, wurden die säumigen Steuerzahler dazu aufgefordert sich bei der Gemeinde zu melden. Man wollte über die offenen Steuerzahlungen diskutieren und eine Lösung finden. Ansonsten werde dessen Name an der Gemeindeversammlug vom 3. Juni öffentlich verlesen (wir berichteten).

«Über die Hälfte der angeschriebenen Personen hat sich gemeldet»

Diese Drohung zeigte offenbar ihre Wirkung. Am Mittwoch ist das Ultimatum der Gemeinde nun abgelaufen. «Über die Hälfte der angeschriebenen Personen hat sich gemeldet», erklärt Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi gegenüber dem Regionaljournal Radio SRF. «Mit diesen Leuten finden wir eine Lösung.» Selbst Betreibungsdrohungen konnten die säumigen Steuerzahler nicht dazu bewegen ihre Steuern zu bezahlen.

Nun habe sich in den Gesprächen mit der Gemeinde gezeigt, dass die Leute meist die Steuern aus Nachlässigkeit nicht bezahlten, so Johanna Bartholdi. «Einige hatten zu diesem Zeitpunkt persönliche Probleme. Die Briefe wurden gar nicht beachtet oder weggeworfen.»

Letzte Chance

Auch die restlichen 30 Steuersünder, welche nicht auf den Brief reagierten, bekommen noch eine letzte Chance. Die Gemeinde wird denjenigen in der nächsten Woche nachtelefonieren. Wer aber auch diese Gelegenheit verstreichen lässt, der habe es dann laut der Gemeindepräsidentin wirklich verdient öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. (mru)

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