Thaler Jagdvereine

Über 300 Jägerinnen und Jäger zelebrierten ihren Schutzpatron

Die Hubertusfeier der vereinigten Thaler Jagdvereine fand mit politischer Prominenz statt: Regierungsrätin Brigit Wyss, Vorsteherin des Volkswirtschafts-Departementes und somit oberste Jägerin des Kantons Solothurn war anwesend.

Die Hubertusfeier der vereinigten Thaler Jagdvereine fand mit politischer Prominenz statt: Regierungsrätin Brigit Wyss, Vorsteherin des Volkswirtschafts-Departementes und somit oberste Jägerin des Kantons Solothurn war anwesend.

Über 300 Jägerinnen und Jäger aus zwölf Jagdvereinen aus dem Bezirk Thal und den Gäuer Gemeinden Oberbuchsiten und Oensingen. Aber auch viele Gäste und Politprominenz trafen sich in Mümliswil zur 54. Hubertusfeier der Vereinigung der Thaler Jagdvereine (VTJ).

Organisiert wurde der Anlass vom Jagdverein Gulden-thal, Revier 34, deren Präsident ist Jean-Pierre Cuchy. Der traditionelle Anlass verbindet Tradition, Brauchtum, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er gibt Einblick in das Weidhandwerk und bietet der Jägerschaft eine Plattform, sich der Öffentlichkeit zur präsentieren.

Vorerst wurde in der mit Tannenbäumen und einem prächtigen Hirschgeweih geschmückten Pfarrkirche St.Martin in Mümliswil der Hubertus-Gottesdienst gefeiert, welchen der Balsthaler Pfarrer und Pastoralraumleiter Toni Bucher zelebrierte. Er erinnerte in seiner Predigt an Hubertus, den Schutzpatron der Jäger und wählte einen Feldstecher, den er den Gottesdienstbesuchern präsentierte – wenn man ihn gegen sich richtet – als Symbol der inneren Wahrnehmung.

Musikalische Klänge im Zeichen der Jagd

«Die Jagd ist so gut oder schlecht wie der Jäger ist. Der Jäger greift regulierend in den Wildbestand ein, deshalb ist die Jagd ethisch», sagte Toni Bucher. Auch die musikalische Begleitung stand im Zeichen der Jagd: Die Jagdhornbläsergruppe Thal unter der Leitung von Wolfgang Lisibach begleitete den Gottesdienst mit imposanten Klängen auf den Fürst-Pless und Parforce-Hörnern musikalisch. Das Solothurner Jägerchörli intonierte passend das Lied «Wer hat dich du schöner Wald». Zum Abschluss erklang das Orgelspiel von Simon Haefely mit Klängen von der Jagd.

Viel Politprominenz war anwesend

Die eigentliche Feier mit dem Aser und Schüsseltreiben fand in der Aula Brühl in Mümliswil statt. Peter Wäfler, Präsident der ereinigung der Thaler Jagdvereine begrüsste besonders die Regierungsrätin Brigit Wyss, Vorsteherin des Volkswirtschafts-Departementes und somit oberste Jägerin des Kantons Solothurn. Neben der Regierungsräting waren auch Ständerat Roberto Zanetti und Nationalrat Christian Imark anwesend. Auch begrüsste Wäfler Stephan Berger, Vorsteher des Oberamts Thal-Gäu, Kurt Altermatt, Präsident von Revierjagd Solothurn, Kreisförster Thal Urs Allemann, die Kantonsräte Josef Fluri (Mümliswil) und Beat Künzli (Laupersdorf) sowie Kuno Fluri (Solothurn), Gründungsmitglied und erster Präsident der Vereinigung der Thaler Jagdvereine.

Der Gemeindepräsident von Mümliswil-Ramiswil, Kurt Bloch, freute sich darüber, dass er die Thaler Jägerinnen und Jäger bereits zum fünften Mal in seiner Ära als Gemeindepräsident im Guldenthal begrüssen durfte. Regierungsrätin Brigit Wyss überbrachte die Grüsse der Regierung. «Alle Jahre reflektieren die Jägerinnen und Jäger ihr verantwortungsvolles Handwerk im Gedenken an die Hubertuslegende mit ihrer symbolhaften Bedeutung. Das jagdliche Tun ist für alle Beteiligten tiefes Erleben der Natur und achtsamer Umgang mit den Lebewesen im Wald und auf der Heide.» Mit Freude stellte Brigit Wyss fest, dass das neue kantonale Jagdgesetz zunehmend Akzeptanz in der Jägerschaft findet.

Das Damoklesschwert des Referendums

Sie blicke gespannt auch auf das Ergebnis der Debatte betreffend Revision des Bundesjagdgesetzes in den eidgenössischen Räten. Das Damoklesschwert des Referendums sei leider existent und könne die Inkraftsetzung des in vielen Belangen, vor allem auch im Bereich des Arten- und Lebensraumschutzes sehr fortgeschrittenen und modernen eidgenössischen Jagdgesetzes gefährden, führte Brigit Wyss weiter aus.

Es sei das verantwortlich betriebene und an der Natur orientierte Weidwerk, das heute als Argument für die Jagd verwendet werde. «Ganz im Sinne des Schutzpatrons Hubertus betreiben wir das Weidwerk rücksichtsvoll, mit Achtung und Würde vor den Lebewesen und unter Berücksichtigung ökologischer und sozioökonomischer Zusammenhänge», bemerkte Brigit Wyss und wünschte allen eine unfallfreie Jagd. Für die Unterhaltung sorgten danach das Solothurner Jägerchörli und die Jagdhornbläser Thal.

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