Neuendorf
UBS-Pensionskasse lud zu Grundsteinlegung von Millionenprojekt ein

Die geplanten Bauten sollen 67 Wohnungen in Neuendorf schaffen. Der Bau hat schon begonnen - nun lud die UBS-Pensionskasse zur Grundsteinlegung ein. Die Gemeinde freut sich am Projekt, das eine Bereicherung für sie darstellt.

Erwin von Arb
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Die mit Unterlagen und einer Tageszeitung aufgefüllte Box wird unter den Blicken von (v. l.) Thomas Jeney, Volker Trommsdorff, Peter Schweizer und Andreas Dänzer von der UBS-Pensionskasse mit Beton übergossen.

Die mit Unterlagen und einer Tageszeitung aufgefüllte Box wird unter den Blicken von (v. l.) Thomas Jeney, Volker Trommsdorff, Peter Schweizer und Andreas Dänzer von der UBS-Pensionskasse mit Beton übergossen.

Bruno Kissling

Im Banacker wurde gestern die Geburt eines neuen Quartiers feierlich begangen. Entstehen soll dieses auf einem 1,2 Hektaren grossen Grundstück, auf dem die UBS-Pensionskasse für 21,5 Mio. Franken 10 Mehrfamilienhäuser mit 67 Wohnungen bauen will. Der Baubeginn für die erste Etappe mit sieben Mehrfamilienhäusern und 52 Mietwohnungen ist vor zwei Monaten erfolgt.

Die UBS-Pensionskasse habe den Standort im Gäu mit Bedacht ausgewählt, erklärte Peter Schweizer im Namen der Bauherrschaft den rund 30 zur Grundsteinlegung geladenen Gästen. Darunter befanden sich Planer, Vertreter der Bauherrschaft, der Totalunternehmerin Implenia und der vormaligen Besitzer des Areals sowie der Gemeindepräsident. Die für das Projekt benötigten Mittel stammten aus dem Vermögen der UBS-Pensionskasse, das sich auf 24 Milliarden Franken belaufe. 2,6 Milliarden davon würden in Immobilien investiert. Derzeit besitze die UBS-Pensionskasse schweizweit rund 150 Häuser, so Schweizer.

Ab Oktober 2016 bezugsbereit

Er freue sich auf die Fertigstellung der sieben Mehrfamilienhäuser per Ende September 2016 und er hoffe auf eine gute Ausmietung, bemerkte Schweizer. Das Mietzinsniveau soll sich auf regionalem Niveau bewegen. Eine 31/2-Zimmer-Wohnung werde für 1500 Franken angeboten, eine 41/2-Zimmer-Wohnung für 1700 Franken. Mit der Ausschreibung und Vermarktung werde in Kürze begonnen.

Markus Schärer vom verantwortlich zeichnenden Architekturbüro Fugazza Steinmann Partner AG erinnerte an die Anfänge des Projekts. 2010 seien erste Studien für eine mögliche Überbauung auf dem heutigen Areal an der Fulenbacherstrasse erstellt worden. Mit dem daraus hervorgegangenen Entwurf und einem Gestaltungsplanverfahren hätten die Bedürfnisse der Investoren, Landeigentümer und der Anwohner gut abgedeckt werden können. Zusammen mit der Studer Immobilien AG sei in der Folge ein Vorprojekt für den Gestaltungsplan entwickelt worden.

UBS nach Bewilligung ins Boot geholt

Das Projekt zeichnet sich gemäss Verfasser durch die massstäblich in das Dorfbild eingepassten Gebäudekörper aus. Diese sind in der Höhe so gestaffelt, dass die nierigsten Bauten im Bereich der benachbarten Einfamilienhäuser zu liegen kommen. Die viergeschossigen Bauten werden hingegen entlang des Hardgrabens realisiert. Mit der Bewilligung des Gestaltungsplans und der Möglichkeit, auf dem Areal 67 Wohnungen bauen zu können, sei die Basis geschaffen worden, um die UBS-Pensionskasse als Investorin zu gewinnen, so Schärer im Rückblick.

Gemeindepräsident Rolf Kissling freute sich ob dieser soliden Bauherrschaft. «Das ist nicht immer selbstverständlich.» Für die Gemeinde sei das neue Quartier eine Bereicherung und werte das Dorf als solches auf. Die UBS-Pensionskasse habe ihr Geld richtig investiert, schliesslich sei das Gäu nicht nur zentral gelegen, sondern auch die stärkste Wachstumsregion im Kanton Solothurn.

Höhepunkt der Grundsteinlegung war das Auffüllen einer Box aus Edelstahl mit Unterlagen der am Projekt beteiligten Parteien sowie einer aktuellen Tageszeitung. Peter Schweizer von der UBS-Pensionskasse legte unter anderem einen kompletten Münzsatz in die Box. Damit werde er dem Klischee gerecht, dass Banken ihr Geld sowieso verlochten, meinte er schmunzelnd. Anschliessend wurde die Box verschlossen in eine Grube gelegt, wo sie mit Beton übergossen zu einem festen Bestandteil des Fundamentes der künftigen Tiefgarage wurde.

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