Oensingen
Ü30-Party am Zibelimäret – «Rössli»-Wirt sorgt für frischen Wind

Stefan Baumgartner hat das traditionsreiche Gasthaus Rössli aussen komplett saniert. Für den Oensinger Zibelimäret hat er grosse Pläne: Zum ersten Mal wird in Oensingen eine exklusive Ü30-Party steigen.

Janelle Grunder und Leandra Thanais
Merken
Drucken
Teilen
Stefan Baumgartner

Stefan Baumgartner

Bruno Kissling

«Ich will frischen Wind in meinen Betrieb bringen», sagt der Wirt Stefan Baumgartner mit Blick auf die in neuem Glanz erstrahlende Fassade. Die rund drei Monate dauernden Renovationsarbeiten wurden im Juli abgeschlossen, wie Baumgartner erwähnt.
Nicht nur die Fassade bekam einen neuen Anstrich, sondern auch die Terrasse wurde modernisiert. Im Innern des Gasthofs wurden keine Veränderungen vorgenommen.
Die letzte Renovation im «Rössli» liegt rund 35 Jahre zurück. Im Verlauf dieser Zeit wurden immer wieder kleinere Erneuerungen gemacht.

Gasthaus in vierter Generation

Das Gebäude an der Oltnertrasse 1 in Oensingen wurde im Jahr 1423 erstmals urkundlich erwähnt. Ein weiterer Eintrag stammt aus dem Jahr 1749, als Johann Jost Pfluger das Gasthaus komplett neu erbaute. Das «Rössli» war schon immer eine wichtige Visitenkarte im Oensinger Ortsbild. Deshalb wurde das Bauwerk von der Gemeinde als erhaltenswert eingestuft und unter Objektschutz gestellt. Seit 1891 ist das «Rössli» im Besitz der Familie Baumgartner. Stefan Baumgartner führt das Restaurant in vierter Generation seit 1990. Damals übernahm er den Gasthof von seiner Mutter. Gekocht wird im «Rössli» seit je traditionell schweizerisch. (JG/ LT)

Letztes Jahr wurde etwa der Korridor erneuert. Dazu kam im Aussenbereich eine neue Beleuchtung. Diese hat auch den Vorteil, dass sie Besucher und Durchreisende dazu animiert, im «Rössli» einzukehren, wiet Baumgartner bemerkt.

Säle sind Herzstück des Gasthofes

«Ich möchte mir selbst treu bleiben», meint der «Rössli»-Wirt auf die Renovationsarbeiten angesprochen. Er wolle keine Veränderungen am Konzept des Gasthofs vornehmen. Er lege Wert darauf, dass der Charakter des im 15. Jahrhundert erbauten Hauses erhalten bleibe.

Sein Bestreben, das Haus in seiner ursprünglichen Form zu erhalten, sei auch seinen Gästen aufgefallen, sagt Baumgartner nicht ohne Stolz. Allgemein hat er von vielen Seiten ein gutes Feedback bekommen, was ihn natürlich sehr freue.

Das Herzstück des Gasthofes bilden die Säle. Auf sie ist Baumgartner besonders stolz. «Durch die Säle kann ich mich von den Mitbewerbern differenzieren.» In diesen Räumlichkeiten finden Events verschiedener Art statt. Die Palette reicht vom Lottomatch über Konzerte bis hin zu politischen Anlässen, so Baumgartner.

Grosse Pläne für den Zibelimäret

Für den kommenden Oensinger Zibelimäret, der vom 29. bis 31. Oktober stattfindet, hat sich Baumgartner etwas Besonderes einfallen lassen. «Ich möchte dieses Jahr eine Ü30-VIP-Party veranstalten.»

Der Begriff Ü30 steht für Gäste, die über 30 Jahre alt sind. Das habe bislang noch niemand ausprobiert. Baumgartner ist überzeugt, damit einem grossen Bedürfnis zu entsprechen. Deshalb hat er eine Coverband aus Zürich engagiert, die an zwei Abenden zum Konzert aufspielen wird.

Er rechne mit viel Zulauf, sagt Baumgartner mit Verweis auf die beschränkte Platzzahl von 180 Personen. «Ich bin zuversichtlich, dass dieser Event ein Erfolg wird.» Wenn dies der Fall sein sollte, werde es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben. «Ich bin gespannt», so Baumgartner.