Jugendmusik
Trotz Vereinspause weiterüben: Solothurner Blasmusikverband lanciert Übe-Wettbewerb

Die Coronakrise bringt nebst allem anderen auch das Vereinsleben zum Erliegen. Im Besonderen auch die Musikvereine mit ihren Jugendspielen – weswegen ein Übe-Wettbewerb für die jungen Musikkorps lanciert wurde. Es haben sich bereits sechs Formationen aus Thal und Gäu gemeldet.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Junge Musikanten sollen jetzt im Wettbewerb üben. (Archivbild)

Junge Musikanten sollen jetzt im Wettbewerb üben. (Archivbild)

Aufgrund der aktuellen Situation hat sich Marco Nussbaumer, Ressortleiter Jugend, des Solothurner Blasmusikverbandes, die Frage gestellt. «Wie können wir die jungen Musikerinnen und Musiker dazu bewegen, trotz Ausfall der wöchentlichen Übungsstunde im Verein weiter an ihrem Instrument zu üben?»

«Besonders auch der Aus­fall des Jugendmusiktreffens am 13. Juni in Fulenbach habe einen Abfall der Übungsdisziplin zur Folge», ist Nussbaumer sicher. «Dabei ist es wichtig, dass ein Musiker regelmässig auf seinem Instrument spielt. Vor allem auch ein Blasmusiker, der seine Muskulatur in Schwung halten soll». So ersann sich Nussbaumer einen Übe-Wettbewerb, an welchem sich bis zum Dienstag, 14. April, sechs Jugendmusikformationen aus dem Gäu und Thal anmeldeten. Es sind dies das Jugendspiel Mümliswil-Ramiswil, die Young Harmonists Balsthal, die Brass Kids Laupersdorf, die Jugendmusik Egerkingen, die Jugendmusik Härkingen- Neuendorf und die Valley Brass Thal.

Der Wettbewerb sieht vor, dass die rund 127 jungen Musikantinnen und Musikanten täglich bis zum 26. April ihre absolvierten Übe-Minuten ihrem Dirigenten oder Musikleiter melden. Dieser notiert diese Zahl jeden Abend auf einer speziell eingerichteten Google-Tabelle. Schliesslich werden alle Minuten der jeweiligen Musikkorps zusammengezählt und durch die Anzahl der Orchestermitglieder dividiert. So wird ermittelt, in welchem Verein pro Mitglied am meisten geübt wurde. «Dem Siegerverein winkt dann ein Preisgeld von 300 Franken», verrät Nussbaumer.

«So schaffen wir es, dass die jungen Vereinsmitglieder auch untereinander Kontakt halten und sich vielleicht auch gegenseitig anspornen», so Nussbaumer. Es sei eben so, dass der gesellschaftliche Aspekt in einem Musikverein eine sehr wichtige Rolle spiele und dieser Gefahr laufe, verloren zu gehen.

Kontrolliert werden die Übe-Minuten von den Eltern, so der Ressortleiter weiter. «Wir zählen natürlich schon auf die Ehrlichkeit und Fairness aller Musikkameraden.»

Die ersten Tage des Wett­bewerbs hätten gezeigt, dass sich die Übe-Minuten stetig steigerten. «Es soll aber den Kindern und Jugendlichen immer noch Spass machen», meint Nussbaumer. «So um 20 bis 30 Minuten pro Tag üben erachte ich als ideal.»

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