Oensingen
Trinkwasser ist «hervorragend»: Pumpwerk Moos ist sichergestellt

Auch in Oensingen war die Bevölkerung wegen des Abbausstoffs eines Pflanzenschutzmittels besorgt. Die Gemeinde warnt.

Yann Schlegel
Drucken
Teilen
Einblick in das Pumpwerk Moos in Oensingen.

Einblick in das Pumpwerk Moos in Oensingen.

Bruno Kissling

Um Oensingen blieb es ruhig, als im Juni bekannt wurde, dass die Grundwasserreserven im Gäu stark vom Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil belastet sind. Anfang September erhielt die Gemeinde aber ein Schreiben von der Lebensmittelkontrolle. Darin wies das Gesundheitsamt des Kantons auch Oensingen als öffentliche Wasserversorgerin an, Selbstkontrollen des Trinkwassers durchzuführen.

«Die Meldungen im Juni haben auch bei uns extrem viele Fragen ausgelöst», sagt Andreas Affolter, Leiter Bau der Gemeinde. Jetzt kann er offiziell Entwarnung geben: Alle Proben in Oensingen haben ergeben, dass das Trinkwasser eine hervorragende Qualität aufweist. Alle Referenzwerte liegen klar unter den gesetzlichen Vorgaben. Bei den neu gemessenen Abbauprodukten des Chlorothalonil liegt der festgelegte Höchstwert bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. In Oensingen ergab die Probe im Pumpwerk Moos eine Konzentration von bloss 0,03 Mikrogramm pro Liter. «Somit kann das Trinkwasser von Oensingen bedenkenlos konsumiert werden», schreibt die Gemeinde. An zehn vordefinierten Standorten entnahm Brunnenmeister Roland Straub Anfang September Trinkwasser. Die Gemeinde tut dies jährlich sechs Mal.

Am Ende des Jahres 2017 drohte das Pumpwerk Moos noch schliessen zu müssen. Da es in der Oensinger Industriezone liegt, verlangte der Kanton dies im Rahmen der Ortsplanungsrevision zunächst. Die Grundwasserreserven sind ein wichtiger Quell der Gemeinde: Das Wasser wird ohne Vorbehandlung direkt ins Netz gepumpt. Nach den neusten Messungen bekräftigt Gemeindepräsident Fabian Gloor: «Die Diskussionen über die Schliessung sind endgültig vorbei. Das Pumpwerk ist langfristig gesichert.» Der Kanton habe dies bestätigt. Oensingen sei als Wasserversorgerin eine gute Partnerin und werde weiterhin nach Redundanzen suchen.

Aktuelle Nachrichten