Welschenrohr
«Tote Hosen» in der Bautätigkeit

An der 14. Generalversammlung der Flurgenossenschaft Welschenrohr wurden die Finanzen besprochen. Sehr wenig konnte im vergangenen Geschäftsjahr realisiert werden. Einzig eine Hangsicherung in der Malsen wurde ausgeführt.

Walter Schmid
Drucken
Teilen
Präsident Benjamin Brunner berichtete über die geplante Renaturierung des Abstellplatzes in der Kahlen.

Präsident Benjamin Brunner berichtete über die geplante Renaturierung des Abstellplatzes in der Kahlen.

Erwin von Arb

«Sehr, sehr wenig konnte im vergangenen Geschäftsjahr realisiert werden», stellte Projektleiter Hans Ruedi Affolter an der 14. Generalversammlung der Flurgenossenschaft fest. Einzig eine Hangsicherung in der Malsen wurde ausgeführt. Immerhin gingen die Planungsarbeiten für die nächsten Etappen voran. Im Jahresbericht orientierte Präsident Benjamin Brunner über die Tätigkeit des Vorstandes. Er berichtete über die geplante Renaturierung des Abstellplatzes in der Kahlen, die in der Landwirtschaftszone liegt. Gleichzeitig wird der Lauf des Steinenbachs in diesem Gebiet neu geführt.

Grosse Brocken stehen an

Für Wegbau, Entwässerungen, Instandstellungen und Drainagen werden die Kosten auf 1,4 Millionen Franken geschätzt. 1,3 Millionen Franken dürfte die Instandstellung der Hofzufahrten kosten und 327'000 Franken die Renaturierung der Dünnern. Der Projektleiter rechnet neuerdings mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahre 2021 und 2022 mit der Abrechnung und der Einweihung des umfangreichen Werkes. In der Endkostenprognose wird der Gesamtkostenrahmen mit 9,5 Millionen Franken ausgewiesen, wobei eine Reserve von 681'000 Franken eingerechnet ist. Jedoch sind Projekte wie die Verlegung der Balmbergstrasse und neue Hofzufahrten im Rahmen von einer Million Franken für die Flurgenossenschaft kostenneutral.

Weitere Details waren zur Renaturierung der Dünnern zu erfahren. Diese umfasst den Lauf westlich des Industriegebietes bis zum alten Fussballplatz und 200 Meter westwärts im korrigierten Bereich. Dabei werden die Blocksteine entfernt, der Bachlauf verbreitert und die Ufer abgeflacht. Dies bedingt den Neubau der Dünnernstrasse und die Erstellung der Entwässerung für Strasse und die dahinter liegende Mulde, die sich bei Regenzeiten und Hochwasser jeweils in einen See verwandelt. «Solche Massnahmen locken den Biber an», erklärt Präsident Brunner. Deshalb sei der Einbau einer Bibersperre in Form eines Drahtgeflechtes in den Böschungen und bei der Brücke geplant.

Hofzufahrten werden geprüft

Mit einer Teststrecke von 500 Metern auf der Sollmattstrasse soll der Ausbau der Hofzufahrten geprüft werden. Der bisherige Belag wird entfernt und fachgerecht entsorgt, der Unterbau befestigt, die Strasse auf 3,5 Meter verbreitert und mit einem neuen Belag versehen. Die Erfahrungen dabei entscheiden dann über die Art des gesamten Ausbaus. Die Kosten dafür werden auf 1,3 Millionen Franken geschätzt.

Die lange Bauzeit bringt auch personelle Veränderungen mit sich. Der neu gewählte Bürgergemeindepräsident Jürg Uebelhart nimmt neu im Vorstand Einsitz. Werner Wehrli vom Amt für Landwirtschaft geht in Pension. Der Präsident verdankt seine jahrelange Tätigkeit und überreicht ihm ein Präsent. Sein Nachfolger ist Johannes Zehnder. Er tritt das Amt am 1. Juli an.

Aktuelle Nachrichten