Lostorf
Thomas A. Müller liegt nach dem ersten Wahlgang klar in Führung

In Lostorf kommt es am 11. August zu einem zweiten Wahlgang für das Gemeindepräsidium. Thomas Diener scheidet aus, und Thomas Kohler zieht seine Kandidatur höchstwahrscheinlich zurück. Somit lautet das Duell wohl Thomas A. Müller gegen Beat Probst.

Beat Wyttenbach
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Thomas A. Müller: Er ist Favorit für den zweiten Wahlgang.

Thomas A. Müller: Er ist Favorit für den zweiten Wahlgang.

Beat Wyttenbach

Am Sonntag haben die Lostorferinnen und Lostorfer den ersten Wahlgang für das Gemeindepräsidium betreffend die Amtsperiode 2013/17 hinter sich gebracht, und nicht ganz unerwartet fiel noch keine Entscheidung. Allerdings hat sich Thomas A. Müller (CVP) klar in die Pole-Position für den zweiten Wahlgang gebracht, blieb er doch mit 529 Stimmen nur 53 Stimmen unter dem absoluten Mehr.

Beat Probst (SP), der auf den zweiten Platz kam, distanzierte Müller bereits um mehr als 200 Stimmen, und Thomas Kohler (Freie Liste) erhielt nur rund halb so viele Stimmen wie Müller. Selbst Thomas Diener, der seinen Rückzug zu Beginn des Podiums vom 12. Juni bekanntgab, erhielt noch einige Sympathiestimmen (siehe Wahltelegramm).

«Ich bin sicher zufrieden mit diesem Ergebnis», kommentiert Thomas A. Müller seinen ersten Platz. Dass es im ersten Wahlgang keine Entscheidung geben werde, damit habe er gerechnet. Müller führt das gute Ergebnis darauf zurück, «dass mich die FDP und wohl auch Teile der SVP unterstützt haben, das war ausschlaggebend».

Entsprechend werde er für den zweiten Wahlgang vom 11. August zur Verfügung stehen. Und wenn Thomas Kohler seine Kandidatur zurückziehe, rechne er damit, dass wohl auch einige seiner Stimmen zu ihm gehen könnten. «Für die SP wird es jedenfalls schwierig», so Müllers Einschätzung.

Nicht enttäuscht vom Ergebnis ist auch Beat Probst. «Ich habe natürlich schon gehofft, noch mehr Stimmen zu erzielen, aber ich nehme das Ergebnis sportlich». Dennoch sei das Resulat ein gutes Abbild der Gemeinderatswahlen. Im Verhältnis dazu habe er sogar noch vorwärts machen können.

Das Ergebnis werde nun innerhalb der SP-Ortspartei analysiert, und er werde auch mit Thomas Kohler Rücksprache treffen, wie man nun weitermachen könne. Ob er zum zweiten Wahlgang antreten werde, könne er noch nicht sagen, das sei noch zu früh.

Seinen dritten Platz wertet Thomas Kohler «als persönlichen Achtungserfolg im Vergleich mit den Gemeinderatswahlen». Er sei der Meinung, dass er «nicht schlecht abgeschnitten» habe. Enttäuscht sei er nicht, jedoch müsse er sich mit der Tatsache abfinden, dass der Rückstand auf Thomas A. Müller zu gross sei. «Ich werde wohl nicht in der Lage sein, mehr als 200 zusätzliche Stimmen zu mobilisieren, um ihn noch ernsthaft zu gefährden», glaubt Kohler. Entsprechend werde er «mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit» nicht mehr zum zweiten Wahlgang antreten.

Mit seinen 26 Sympathiestimmen ein wenig gerechnet hat Thomas Diener. Dennoch: «Das ist ja wahnsinnig, mich freut das». Diese 26 Stimmen seien bestimmt von Nachbarn, die ihn kennen, oder aber von Leuten, die mit den übrigen drei Kandidaten nichts hätten anfangen können. «Oder es waren Leute, die keine Zeitung lesen und nichts vom Rückzug meiner Kandidatur erfahren haben», schätzt er. Jedenfalls möchte er die Erfahrung nicht missen, und er hat den ganzen Wahlprozess «als sehr spannend» erlebt.

Übrigens: Selbst, wenn er es sich doch noch anders überlegen würde: Zum zweiten Wahlgang darf Diener so oder so nicht mehr antreten, da er weit weniger als fünf Prozent der gültigen Stimmen erhielt (Paragraph 16 Absatz 1 der Gesetzgebung über die politischen Rechte, GpR).

Fazit: Das Duell im zweiten Wahlgang dürfte wohl Thomas A. Müller gegen Beat Probst lauten – mit spürbaren Vorteilen für Müller. Es sei denn, es würde sich im Falle eines Rückzugs von Thomas Kohler jemand Neues zusätzlich melden. Dies ist, laut Paragraph 46 Absatz 3 GpR möglich, und zwar «bis zum übernächsten Montag nach dem Wahltag, 17 Uhr». Deadline ist demzufolge am Montag, 8. Juli.