Was 1968 nach den Feierlichkeiten «1000 Jahre Laupersdorf» mit der Ausbildung der ersten Trommelschüler, damals noch unter der Obhut der Musikgesellschaft Frohsinn Laupersdorf, begann, entwickelte sich im Laufe der folgenden 50 Jahre sehr positiv. Heute gehört der Tambourenverein Laupersdorf–Thal von der Anzahl der Mitglieder her wie auch leistungsmässig zu einem der renommiertesten wie auch erfolgreichsten Vereine der Schweiz.

Nach rund zehn Jahren Aufbauarbeit wagte sich die junge Sektion an höhere Aufgaben: Im Jahr 1977 erstmals am Ostschweizerischen Verbandsfest in Bülach und ein Jahr später am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Wil in der Kategorie Gäste startend, ermutigte die junge Sektion, den Tambourenverein Laupersdorf-Thal zu gründen, um fortan unter Verbandsstatus antreten zu können.

Am 21. Dezember 1978 vollzogen zwölf Tambouren, im Kreise zahlreicher Gäste und Vertretern von Ortsvereinen im Beisein von Gemeindepräsident Josef Goetschi, und ZTPV-Verbandspräsidenten Josef Eggenschwiler die Gründung des neuen Vereins.

Zum ersten Präsidenten und auch technischen Leiter wurde Jakob Otter gewählt. In der Folge besuchte der Verein als einziger in der schweizerischen Trommelszene sämtliche Regional-, Verbands- und Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfeste im Abstand von vier Jahren.

Zweimal Sieg am Eidgenössischen

Elfmal nahmen die Laupersdörfer am Ostschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfest teil und siegten an diesem Fest fünfmal. Zehn Teilnahmen gab es am Westschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfest. Hier gab es gar sieben Festsiege.

Am Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfest, dem Verbandsfest, nahmen die Laupersdörfer zehnmal teil und es gab fünf Festsiege, von 1988 bis 2004 gar fünfmal in Serie. Auch elf Teilnahmen gab es am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest.

Die absoluten Vereins-Höhepunkte sind die beiden Siege am Eidgenössischen im Jahr 2002 in Sierre und 2006 in Basel jeweils unter der Leitung von Marcel Otter. Vorher holte der technische Leiter Jakob Otter mit den Laupersdörfern vier Vize-Meistertitel am Eidgenössischen.

Seit 1986 war der Tambourenverein in der Festsiegerkategorie 1 am Eidgenössischen noch nie schlechter als im dritten Rang klassiert. Im Jahr 2018 resultierte unter der Leitung von Eric Bleuer Rang drei. Am ersten Eidgenössischen Jungtambouren-Fest in Zofingen im Jahr 2008 klassierten sich die Laupersdörfer Jungtambouren unter der Leitung von Daniel Müller im 2. Rang und am zweiten Eidgenössischen Jungtambouren-Fest in Savièse im Jahr 2012 unter der Leitung von Eric Bleuer im 3. Rang.

Musikschule hat positive Auswirkung auf Verein

Zweimal führte der Tambourenverein in den Jahren 1987 und 2007 in Laupersdorf das Zentralschweizerische Jungtambouren- und Pfeiferfest durch. Als OK-Präsident amtete beide Male der ehemalige Gemeindepräsident und auch Kantonsratspräsident Josef Goetschi.

Natürlich konnte der Verein auf eine grossartige Mithilfe von zahlreichen Helferinnen und Helfern aus Laupersdorf und Umgebung zählen. Die 35 bis heute ausgetragenen Jungtambouren-Wettbewerbe bildeten die Basis für den Verein und es gab nicht weniger als 14 Festsiege im Sektionswettspiel und auch vier Siege im Einzelwettspiel.

Sehr positiv für die Entwicklung des Vereins hat sich die Einführung der Musikschule in Laupersdorf erwiesen. Als eine der ersten dieser Art im Kanton Solothurn hat sie das Fach Rhythmik-Trommeln bereits im Jahr 1972 eingeführt. Dank der guten Ausbildung bestanden aus dem Laupersdörfer Verein in den vergangenen 40 Jahren nicht weniger als 45 Anwärter die anspruchsvolle Prüfung zum Militärtambour.

1986 fand die ZTPV-Delegiertenversammlung in Laupersdorf statt. 1993 und 2001 organisierte Laupersdorf die ZTPV-Gruppenmeisterschaft. Im Jahr 1990 wurde eine neuzeitliche Uniform angeschafft und 2011 folgte die Anschaffung von neuen Hemden und Krawatten. Am 24. Mai 1998 durfte der Verein seine Vereinsfahne einweihen.

Anerkennungspreis des Kantons

Am 13. September 2003 fand das Jubiläumsfest 25 Jahre Tambourenverein Laupersdorf-Thal statt. Seit 2004 wirkt der Tambourenverein auch am alljährlich stattfindenden Brunnenfest in Laupersdorf mit und betreibt in eigener Regie die «Grotto Fontana» und die «Tramperbude».

Am 12. November 2007 verlieh der Regierungsrat je zur Hälfte an den Tambourenverein Laupersdorf–Thal und an Jakob Otter den Anerkennungspreis des Kantons Solothurn. Im April 2008 nahm der Verein als Vertreter des Kantons Solothurn am Zürcher Sechseläuten teil.

Auch im Fernsehen war der Tambourenverein Laupersdorf-Thal schon zu sehen, und zwar 1987 in der Sendung «Diräkt us» aus Welschenrohr mit der damaligen Fernsehlegende Wysel Gyr, 1991 in der Sendung «Eusi Muusig» mit dem Stargast Alex Haefeli im Fernsehstudio Zürich, 1995 in Telebärn aus Laupersdorf und 2006 gab es in der Sendung «Fensterplatz» im Schweizer Fernsehen Aufnahmen mit dem Tambourenverein in Laupersdorf. Heute gehören dem Verein 45 Mitglieder und 19 Jungtambouren an.