Eidgenössisches

Thaler Tambouren können in Bulle keinen weiteren Titel holen

Die Thaler Tambouren konnten ihren Titel in Bulle (FR) nicht verteidigen.

Die Thaler Tambouren konnten ihren Titel in Bulle (FR) nicht verteidigen.

Am Wochenende vom 28. Juni - 1. Juli 2018 nahm der Tambourenverein Laupersdorf-Thal am Sektions- sowie Einzelwettspiel des 27. Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfestes in Bulle (FR) teil.

Dabei sorgten die Thaler Tambouren schon vor der eigentlichen Austragung für einen Rekord, indem sie mit 35 Teilnehmenden die grösste Sektion an diesem Fest stellten. Während acht Wochen, in bis zu vier Proben wöchentlich, bereitete sich der zweifache Schweizermeister vor, um das geplante Vorhaben eines weiteren Titelgewinns erfolgreich in die Tat umzusetzen. Trotz klarer Zielvorgabe, einer intensiven Vorbereitung sowie einem ausgezeichneten Probebesuch, blieb den Thalern ein weiterer Titelgewinn verwehrt.

Allerdings erreichten sie mit dem 3. Schlussrang einen Podestplatz, was den enormen Aufwand mehr als belohnte. «Mehr als ein dritter Platz ist mit einer 35-köpfigen Mannschaft auch gar nicht möglich gewesen», richtete Dirigent Eric Bleuer an die versammelte Truppe und sprach damit aus, was viele Aktive insgeheim wohl schon wussten. Damit führt der Verein den ideellen Wert, für den er steht, fort und will nicht um jeden Preis einen Schweizermeister-Titel erringen. Und schliesslich, in punkto Konstanz sind die Laupersdörfer mit dem gewonnen 3. Rang nicht zu überbieten: Zum neunten Mal in Folge belegte der Verein einen Podestplatz an einem Eidgenössischen, was in der Geschichte des Trommelwesens einmalig ist.

Enttäuschende Einzelresultate

Nur gerade vier Auszeichnungen konnte der Tambourenverein Laupersdorf-Thal auf eidgenössischer Ebene verbuchen, in der höchsten Kategorie (T1) war man von einer möglichen Kranzauszeichnung sogar weit entfernt. Dies erstaunt, da von den insgesamt 28 Einzelteilnehmern ganze 19 in dieser Kategorie starten. Überraschend aber auch daher, da der Verein seit Jahren über äusserst talentierte Tambouren in seinen Reihen hat, die durchaus über das Potential verfügen ins oberste Drittel vorzustossen.

Beispiellos für Topleistungen steht Daniel Otter, der in den vergangenen drei Jahrzehnten regelmässig zu den T1-Finalisten gehörte, einen Festsieg jedoch mehrmals hauchdünn verpasste – nicht so in diesem Jahr. Erstmals durfte er in der Kategorie Veteranen 1 antreten und holte sich sogleich mit klarem Vorsprung den 1. Podestplatz. Ebenfalls konnte Silvan Kobel als 11. in dieser Kategorie eine Kranzauszeichnung entgegennehmen. In der zweithöchsten Kategorie T2 ging Patrick Fluri als 18. als Kranztambour hervor und bei den Jungtambouren ertrommelte sich in der Kategorie TJ1 als einziger Benedikt Fürholz (Rang 10) einen der begehrten Kränze.

Das Fest inmitten von Bulle war geprägt von sommerlichen Temperaturen, einer top Infrastruktur sowie einem hervorragend organisiertem Festablauf. Ein Tattoo im Zentrum der Altstadt, welches eine breite Bevölkerung anspricht und gleichzeitig optimale Plattform für das Trommel-, Piccolo-, Natwärisch- und Claironspiel bietet, umrahmte das Fest.

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