Vorerst wurde in der mit Tannenbäumen und einem prächtigen Hirsch geschmückten Pfarrkirche St. Martin der Hubertus-Gottesdienst gefeiert, der von Diakon Markus Heil zelebriert wurde.

«Alles Schöne, das wir auf der Jagd erleben, ist eine Quelle für das Vertrauen», erwähnte er in seiner Predigt, die er auf dem Lukas-Evangelium aufbaute, wo ein Hirte eine Herde von 100 Schafen hat, eines verliert und dieses sucht, bis er es findet.

Auch bezog er die schrecklichen Ereignisse von Paris in den Gottesdienst mit ein. Die Jagdhorn-Bläsergruppe Thal (Leitung: Wolfgang Lisibach) bewies mit ihren imposanten Klängen auf den Fürst-Pless- und Parforce-Hörnern ihr Können. Gedacht wurde auch der verstorbenen Mitglieder des VTJ, insbesondere der Gründungsmitglieder.

Rückblick auf die Anfänge

«Am 26. November 1965 fand in der «Krone» in Laupersdorf die Gründungsversammlung VTJ statt, ein Jahr später folgten in Balsthal die erste Jahresversammlung und die erste Hubertusfeier

Gemäss dem Credo «Zusammen sind wir stärker» wurde damals der Grundstein für eine 50-jährige Erfolgsgeschichte gelegt», erwähnte Franz Koch, Präsident VTJ. Das Gründungsmitglied und der ehemalige VTJ-Präsident Kuno Fluri (Solothurn) verfasste Erinnerungen an 50 Jahre Hubertusfeiern.

1965 habe eine Thaler Gruppe von Jägern die DV des Schweizerischen Jagdschutzvereins in Solothurn besucht und seien in der Jesuitenkirche in den Genuss der klassischen Hubertusmesse gekommen. «So etwas sollten wir im Thal auch veranstalten», war danach die einhellige Meinung und so fand die Hubertusfeier den Weg ins Thal.

Verantwortung wahrnehmen

Regierungsrätin Esther Gassler gratulierte zur 50. Hubertusfeier und meinte, dies sei eine wunderschöne Tradition, man gedenke dem Schutzpatron Hubertus und halte einen Tag inne.

Ein Jäger sei der Natur verpflichtet, die nachhaltige Nutzung sei sehr wichtig und den Ressourcen der Natur müsse man mit Verantwortung begegnen. «Es ist nicht immer einfach, Nichtjagenden die Jagd zu erklären, doch kann ich versichern, dass die Jägerinnen und Jäger ihre Verantwortung für jagdbare wie auch für geschützte Tiere wahrnehmen», bemerkte Gassler.

Sie dankte den Jägern für ihren grossen Einsatz für Wild, Wald und Natur und für die gute Zusammenarbeit. Auch Kurt Bloch, Gemeindepräsident von Mümliswil-Ramiswil, gratulierte dem VTJ zum Jubiläum.

Serviert wurde den über 300 Gästen von 50 freiwilligen Helferinnen und Helfern ein vorzüglich mundender Aser mit Wild und Fisch. Nicht nur kulinarischen Genuss gab es, auf der Bühne ertönte auch Gesang.

Das Jägerchörli Solothurn (Leitung: Andreas Ackermann) intonierte die Jodelweisen «Jägerslüt» und «Dr Wildhüeter». Höhepunkte waren die selbst komponierten und unplugged gesungenen Mundartlieder, zwischendurch mit Jodel-Einschüben, des Frauen-Trios «La Cast», Geschwister Bieli, vom Kirschenhof Mümliswil.