Thal

Thaler Ansiedlungsprojekt: Bau der Zäune und die Haltung der Wisente im sind bewilligt

Wisente dürfen im Thal angesiedelt werden. (Archiv)

Wisente dürfen im Thal angesiedelt werden. (Archiv)

Für das Projekt Wisente im Thal ist die Bewilligung erteilt worden. Die Zäune dürfen gebaut und die Tiere gehalten werden. Noch läuft die Beschwerdefrist.

Nach 16 Monaten sind sie eingetroffen: die Bewilligungen für den Bau der Zäune und die Haltung der Wisente. «Der Kanton Solothurn anerkennt damit, dass das Projekt einen wichtigen Naturschutzbeitrag darstellt, indem er eine zeitlich befristete Einzäunung von Wald für die Wisente bewilligt», schreibt Projektleiter Otto Holzgang in einer Medienmitteilug. Nach Ablauf der Beschwerdefrist zeige sich, ob der Verein Wisent Thal sofort starten könne.

Der Verein Wisent Thal bereitet nun den Bau des Zaunes, die notwendigen Einrichtungen zur Haltung der Wisente, die Information und Lenkung der Besucher sowie die Führungen vor. Mit Vorliegen einer rechtsgültigen Bewilligung will der Wildnispark Zürich dann die Wisente für die Testherde beschaffen.

Dialog wird gesucht

Der Verein Wisent Thal suche nach wie vor den Dialog mit Einsprechern und Kritikern, um den Bedenken Rechnung zu tragen, heisst es weiter. Dem Verein Wisent Thal sei es ein Anliegen, dass möglichst breite Kreise aus der Region ins Projekt involviert seien und davon profitieren könnten.

Bereits im letzten Jahr wurden der Zustand beim Wildverbiss, die Zusammensetzung der Vegetation und die Präsenz von Wildtieren wissenschaftlich erhoben. Diese Untersuchungen in Zusammenarbeit mit anerkannten Forschungsinstitutionen werden weitergeführt und nun auch auf die landwirtschaftliche Nutzung ausgeweitet.

Ziel des Projektes ist es, mit einer Wisent-Testherde in einem rund 100 Hektaren grossen Gebiet bei Welschenrohr zu untersuchen, ob der im Mittelalter ausgerottete Wisent heute als Wildtier im Jura tragbar ist. Der Versuch im Gehege dauert fünf Jahre. Das Testgelände gehört der Bürgergemeinde Solothurn und dem Landwirt Benjamin Brunner und wird für die Dauer des Versuches eingezäunt. Es wird während der Projektzeit weiterhin land- und forstwirtschaftlich genutzt und der Zugang für die Öffentlichkeit wird nicht eingeschränkt. (mgt)

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