Bevölkerung
Thal verzeichnet den grössten Bevölkerungsanstieg seit zehn Jahren

Der Bezirk Thal verbucht erstmals seit zehn Jahren eine konstante Zunahme an Einwohnern. Zu verdanken ist dies insbesondere dem Zuwachs im Bezirkshauptort Balsthal.

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Der Blick von der Ruine Neu-Falkenstein auf Balsthal, welches 2015 erstmals die 6000-Einwohnermarke erreichte.

Der Blick von der Ruine Neu-Falkenstein auf Balsthal, welches 2015 erstmals die 6000-Einwohnermarke erreichte.

Bruno Kissling

Laut kantonaler Bevölkerungsstatistik wohnten per Stichtag 31. Dezember 2015 im Bezirk Thal 14508 Personen (Vorjahr 14360 Personen). Dies entspricht einer Zunahme innerhalb eines Jahres von 148 (55) Einwohnern oder 1,03 Prozent (0,38 Prozent). Somit bewegt sich das Thal erstmals seit langem wieder auf Augenhöhe mit dem realen Kantonswachstum, das 2015 bei 1,01 Prozent lag.

Das langjährige Auf und Ab der Thaler Bevölkerungszahl zeigt nun seit 2012 einen konstanten Aufwärtstrend, gipfelnd in der vergleichsweise rekordhohen Zunahme vom letzten Jahr.

Zur Erinnerung: Zwischen 2005 und 2015 legte die Thaler Bevölkerung lediglich um 0,81 Prozent zu, während der gesamte Kanton Solothurn um stattliche 6,4 Prozent anwuchs.

Der Bezirk Thal liegt traditionsgemäss im Clinch zwischen attraktiver Wohnlage mit teils attraktiven Bodenpreisen versus beschränktem Arbeitsplatzangebot, vergleichsweise hoher Steuerbelastung und zeitweiser Verkehrsproblematik.

Balsthal knackt 6000er-Marke

Die absoluten Bevölkerungszahlen 2015 für die neun Thaler Gemeinden präsentieren sich wie folgt: Aedermannsdorf, 554 Einwohner (+7 Personen oder 1,28 Prozent); Balsthal, 6064 Einwohner (+104 Personen oder 1,74 Prozent); Gänsbrunnen, 99 Einwohner (+6 Personen oder 6,45 Prozent); Herbetswil, 535 Einwohner (–6 Personen oder –1,11 Prozent); Holderbank, 644 Einwohner (+18 Personen oder 2,88 Prozent); Laupersdorf, 1741 Einwohner (+26 Personen oder 1,52 Prozent); Matzendorf, 1292 Einwohner (+8 Personen oder 0,62 Prozent); Mümliswil-Ramiswil, 2452 Einwohner (–2 Personen oder ¬–0,08 Prozent) und Welschenrohr, 1127 Einwohner (–13 Personen oder –1,14 Prozent).

Obwohl die Bevölkerungszahl im Bezirk gestiegen ist, verzeichnen gleichwohl ein Drittel der Thaler Gemeinden eine kleinere Einwohnerzahl als im Vorjahr. Die Positivbilanz ist nicht zuletzt dem Bezirkshauptort Balsthal zu verdanken, der 2015 erstmals die Grenze von 6000 Einwohnern überschritten hat. Balsthal folgte somit seinem Gäuer Pendant Oensingen, das diese «magische Grenze» schon im Jahr zuvor geknackt hatte.

Gänsbrunnen ganz vorne

Das Prädikat «grösster Zuwachs 2015» hat sich Gänsbrunnen verdient – natürlich im relativen Zahlenvergleich. Sollte dies nur halbwegs so weitergehen, wird die kleinste Thaler Gemeinde dieses Jahr wieder die 100er-Marke knacken. Übrigens: Ende 1963 zählte Gänsbrunnen nicht weniger als 210 Einwohner! Der Tiefststand dagegen datiert aus dem Jahr 2003 mit gerade mal 82 Einwohnern. (bux)