Härkingen
Tempomessgerät «Speedy» soll den Schulweg sicherer machen

Der Gemeinderat stimmte der Anschaffung des Tempomessgerätes Speedy mit Digitalanzeige zu. Damit soll die Verkehrssicherheit im Dorf erhört werden - denn vor allem in den Tempo-30-Zonen wird häufig viel zu schnell gefahren.

Erwin von Arb
Drucken
Teilen
Das Speedy-Messgerät soll auch beim Fussgängerstreifen an der Fulenbacherstrasse eingesetzt werden.

Das Speedy-Messgerät soll auch beim Fussgängerstreifen an der Fulenbacherstrasse eingesetzt werden.

Erwin von Atb

Während zweier Wochen wurden in Härkingen mit dem mobilen Radargerät des Typs Speedy Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dieses vom TCS für 250 Franken pro Woche zu mietende Gerät zeigt den Lenkern von Autos und Lastwagen die aktuell gefahrene Geschwindigkeit auf einem LED-Display an. Die im Dorf durchgeführten Messungen während den Sommerferien zeigten auf, dass vor allem in den befristet eingeführten Tempo-30-Zonen auf den Umleitungsstrassen (wegen der Baustelle auf der Kantonsstrasse) massiv zu schnell gefahren wurde. Dort wurden Geschwindigkeiten von bis zu 72 km/h gemessen, wie an der Gemeinderatsitzung erwähnt wurde.

Vorerst wird ein Gerät beschafft

Beim Einsatz des Gerätes wurde aber auch festgestellt, dass dieses eine präventive Wirkung erzielt, sprich, dass viele Autofahrer beim Erblicken der eingeblendeten Geschwindigkeit auf dem Info-Display auf das Bremspedal treten. Dieser für die Verkehrssicherheit förderliche Effekt bewog den Gemeinderat, dem Antrag der Werk- und Umweltkommissionen zuzustimmen und ein solches «Speedy»-Messgerät für 4500 Franken anzuschaffen. In erster Line soll mit dem Gerät der Schulweg für die Kinder sicherer gemacht werden, insbesondere an der viel befahrenen Fulenbacherstrasse. Allerdings dürfe das mobile Radargerät nicht zu lange am gleichen Standort stehen, wurde im Rat dazu erwähnt. Sonst finde eine Angewöhnung statt und damit einhergehend lasse die erwünschte Wirkung nach.

Auf die Anschaffung eines zweiten «Speedy»-Messgerätes will der Gemeinderat vorerst verzichten. Sollte sich bei den nun nicht mehr vom TCS, sondern von der Gemeinde durchgeführten Auswertungen der Messungen ein solcher Bedarf abzeichnen, will der Rat darüber neu befinden.

Zu reden gab im Rat die Sanierung des Pausenplatzes beim Schulhaus. Diese aufgrund einer ersten Kostenschätzung mit 61 000 Franken veranschlagten Arbeiten würden gemäss vorliegenden Offerten deutlich höher ausfallen. Gerechnet wird mit Kosten von 76 000 Franken, allerdings ohne den allfälligen Ersatz der bestehenden Kofferung. Diese würde die Kosten für die Sanierung des 760 Quadratmeter grossen Platzes auf insgesamt 82 000 Franken ansteigen lassen.

Kostenreduktion im Visier

Um Kosten einzusparen setzte sich im Gemeinderat die Meinung durch, dass eine neue Kofferung nicht nötig ist und deshalb darauf zu verzichten sei. Ferner wurde die Liegenschaftskommission beauftragt, die in der Offerte gerechneten
8 Zentimeter dicken zementösen Bodenplatten in der nächst schwächeren Ausführung, also 6 Zentimeter, offerieren zu lassen. Dass diese Platten nur beschränkt schwerverkehrstauglich sind, erachtet der Rat bei einem Pausenplatz als vernachlässigbar. Diese Abklärungen sollen möglichst rasch erfolgen, damit die Ausführung wie geplant in den Herbstferien erfolgen kann. Nach Vorliegen der Abklärungsresultate wird unverzüglich die Vergabe der Arbeiten durch den Gemeinderat erfolgen, wie Gemeindepräsident Daniel Nützi bemerkte.

Zuhanden des Zweckverbandes ARA Gäu nahm der Gemeinderat Stellung zum Verteilschlüssel für die Reduktion von Mikroverunreinigungen in der Kläranlage in Gunzgen. Für diese neue Reinigungsstufe erhebt der Bund ab 2016 schweizweit von den ARA’s eine Abwasserabgabe von 9 Franken pro angeschlossenem Einwohner. Bis zur Inbetriebnahme einer solchen Reinigungsstufe muss die ARA Gäu den entsprechenden Betrag in ihr Budget aufnehmen und den Verbandsgemeinden verrechnen. Zur Auswahl stehen die Verrechnung mit dem bestehenden Betriebskostenverteiler gemäss Wasserverbrauch oder anhand der Einwohnerzahl. Der Rat entschied sich für das Modell der Einwohnerzahl, was für Härkingen jährliche Abgaben von 13 900 Franken verursacht. Das andere Modell wäre 1000 Franken teurer. Welches Verrechnungsmodell eingeführt wird, entscheiden die Delegierten des Zweckverbandes ARA Gäu. Der Vorstand empfiehlt eine Weiterverrechnung anhand der Einwohnerzahl.

Aktuelle Nachrichten